Berlin

Nervengift: Blaualgen-Mutation im Tegeler See tötet Hund

Das Gift dieser Blaualgen ist so stark, dass selbst Tierärzte bei der Obduktion betroffener Tiere Vergiftungserscheinungen aufweisen können.

Marco Buchholz Team News mbz
2 Min
Ein Hund trank das Seewasser und leckte an Baumstämmen (Symbolbild).

Ein Hund trank das Seewasser und leckte an Baumstämmen (Symbolbild).

© Imago

Nach Angaben des Reinickendorfer Ordnungsstadtrats Sebastian Maack (AfD) ist ein Tier trotz tiernotärztlicher Versorgung gestorben. Der andere Hund konnte gerettet werden.

Die ersten Symptome einer Vergiftung durch Blaualgen bei Hunden sind Würgen, Muskelkrämpfe und Zittern. Die Gliedmaßen sind gelähmt und kurze Zeit später brechen die Tiere mit Schaum vor dem Mund zusammen. 

Blaualge Tychonema seit 2017 im Tegeler See

Das Phänomen der Blaualge Tychonema tritt seit 2017 im Tegeler See in Berlin auf. Wassertemperaturen bis 20 Grad bieten beste Bedingungen für die Verbreitung der Alge. Dabei produziert sie das Nervengift Anatoxin A. Seit 2017 haben bereits 18 Hunde eine Vergiftung erlitten. 16 von ihnen starben. Bei vielen Hunden konnte Anatoxin A bei der Obduktion festgestellt werden. Das Gift ist so stark, dass selbst die Tierärzte während der Untersuchungen Vergiftungserscheinungen wie Kopfschmerzen und Schwindel aufweisen. 

Auch für kleine Kinder kann der Kontakt mit dem Nervengift unangenehme Folgen haben. So können Beschwerden wie Bindehautentzündungen, Haut- und Schleimhautreizungen, Ohrenschmerzen, Durchfall, Atemwegserkrankungen, allergische Reaktionen oder Durchfall verursacht werden. Für Erwachsene sind die Gefahren weitaus geringer. 

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