Rechtes Gedankengut?

Rassismus auf Streifenfahrt: Polizei Berlin ermittelt gegen fünf Kollegen

Die Polizisten sollen sich während des Dienstes rassistisch und menschenverachtend geäußert haben. Der Hinweis kam aus den eigenen Reihen.

Team News Alexander Schmalz lex
2 Min
Fünf Polizisten sollen sich im Dienst rassistisch und menschenverachtend verhalten haben. 

Fünf Polizisten sollen sich im Dienst rassistisch und menschenverachtend verhalten haben. 

© Berliner Zeitung/Markus Wächter

Äußerungen, die von zwei Polizisten während Streifenfahrten im Mai gemacht worden seien, konnten nach Angaben der Polizei von den Betroffenen nicht gehört werden, da die Beamten währenddessen im Einsatzwagen saßen. Dies sei zwar bei der strafrechtlichen Bewertung relevant, ändere jedoch nichts daran, dass sie in absolutem Widerspruch zum Werte- und Selbstverständnis sowie den Aufgaben und Pflichten von Polizistinnen und Polizisten stehen, hieß es.

Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Berliner Polizisten 

Mit ersten Ermittlungserkenntnissen und nach Freigabe durch die Staatsanwaltschaft seien disziplinarrechtliche Ermittlungen aufgenommen und dienstrechtliche Maßnahmen ergriffen werden.

Gegen drei weitere angezeigte Beschäftigte der Polizei werden laut Angaben Disziplinar- bzw. Ermittlungsverfahren aus unterschiedlichen Gründen geführt. In einem Fall gebe es Verdachtsmomente, dass Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendet worden seien. In einem weiteren Fall gebe es den Verdacht auf Racial Profiling. Bei dem dritten Fall werde kein politisch motiviertes Vorgehen vermutet.

Verdächtige Polizisten wurden versetzt und beurlaubt 

Ein Polizist darf nicht mehr zum Dienst kommen, ihm sei die Führung der Dienstgeschäfte verboten worden, sagte ein Sprecher. Drei weitere seien in andere Bereiche umgesetzt worden. Bei einem Verdächtigen werde die Umsetzung noch geprüft, hieß es.

Die Ermittlungsgruppe Zentral wurde laut Polizei im Frühjahr dieses Jahres von Polizeipräsidentin Barbara Slowik eingerichtet. Geprüft werden Verdachtsfälle zu politisch motivierter Kriminalität bei der Berliner Polizei.

Erst vor knapp zwei Wochen hatte es in Berlin eine Razzia gegen fünf Polizisten gegeben. Die Beamten werden verdächtigt, in einer WhatsApp-Gruppe rechtsextreme Inhalte wie Hakenkreuze und Nazi-Karikaturen versendet zu haben. Bei den Durchsuchungen wurden nach Angaben der Polizei erfolgreich Beweismittel gesichert, darunter Handys und Computer. Die Ermittlungen in dem Fall seien noch nicht abgeschlossen. 

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner