Verbraucher

Steigende Energiepreise: So teuer werden Öl, Strom und Gas

Die steigenden Ölpreise führen dazu, dass Heizen immer teurer wird. Auch Strom kostet wesentlich mehr als in den letzten Jahren.

Team News Eva Maria Braungart AFP/eb
2 Min
Die Energiepreise steigen rasant in die Höhe (Symbolbild).

Die Energiepreise steigen rasant in die Höhe (Symbolbild).

© dpa/Hauke-Christian Dittrich

Die Auswertung von Verivox, die AFP am Dienstag vorlag, zeigte zudem einen enormen Anstieg der Preise für Heizöl. So kostete leichtes Heizöl im Oktober 2020 im Mittel 42,45 Euro pro Hektoliter, zum Start der diesjährigen Heizsaison waren es 79,19 Euro. Das entspricht einem Kostenanstieg von 86,5 Prozent.

Staaten wollen Energiepreise gemeinsam bremsen

Ausschlaggebend für die Preissprünge sind vor allem die hohen Großhandelspreise und Einfuhrpreise für Erdgas, angetrieben unter anderem durch eine hohe Nachfrage aus Asien, wie Verivox erklärte. Viele Gasversorger geben die hohen Preise an die Kunden weiter und erhöhen daher die Preise. Beim Heizöl ist vor allem der derzeit hohe Ölpreis für den Preisanstieg verantwortlich – wiederum angetrieben durch das Wiederaufleben der Weltwirtschaft nach der Corona-Pandemie.

An den Tankstellen zahlen Autofahrer so viel wie seit acht Jahren nicht mehr. Der Liter Superbenzin liegt bei 1,57 Euro. Und auch Strom wird teurer: Die Megawattstunde Grundlaststrom, den Stromanbieter für das kommende Jahr einkaufen, kostete im September erstmals mehr als 100 Euro.

Frankreich, Spanien, Tschechien, Griechenland und Rumänien forderten am Dienstag ein „gemeinsames Vorgehen“ in Europa, um den Anstieg der Energiepreise zu bremsen. Der Vorsitzende der Christdemokraten im Europaparlament, Manfred Weber (CSU), plädierte für eine neue Strategie der EU zur Beschaffung von Rohstoffen.

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EVP-Fraktionschef Weber sagte der „Bild“ (Mittwochsausgabe), der „größte Gewinner eines kalten Winters in Europa“ werde Russlands Präsident Wladimir Putin sein. „Um unsere Macht gegenüber den Russen zu stärken, sollten wir uns auf ein europäisches Konzept für die Beschaffung von Gas und Öl einigen“, schlug Weber vor.

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