Corona-Pandemie

„Übergriffig“: Kinderärzte warnen Politik vor Impfdruck bei Kindern

Bald könnte der Corona-Impfstoff von Biontech für Fünf- bis Elfjährige zugelassen werden. Der Kinderärzteverband zeigt sich besorgt.

Sophie Barkey Team News AFP/sba
2 Min
Kinderärzte haben die Politik aufgefordert, sich vor der offiziellen Empfehlung der Stiko bei Aufforderungen zur Corona-Impfung für jüngere Kinder zurückzuhalten (Symbolbild).

Kinderärzte haben die Politik aufgefordert, sich vor der offiziellen Empfehlung der Stiko bei Aufforderungen zur Corona-Impfung für jüngere Kinder zurückzuhalten (Symbolbild).

© imago/Mareen Fischinger

Die Kommission müsse genau klären, für wen ein Kinder-Impfstoff wirklich sinnvoll eingesetzt werden könne, erklärte Fischbach. Er bezeichnete es als „übergriffig und kontraproduktiv“, dass Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und andere Politiker im Sommer Impfungen von Kindern ab zwölf Jahren eingefordert hatten, bevor Mediziner und Wissenschaftler dazu rieten.

Fischbach: Spahn solle sich „tunlichst zurückhalten“

Dies habe viel Verwirrung bei Patienten und in Familien sowie Arztpraxen verursacht. „Daher sollte sich auch Herr Spahn jetzt tunlichst zurückhalten“, forderte Fischbach. „Ihm fehlt die Expertise, und wir Kinder- und Jugendärzte äußern uns auch nicht zu Themen, von denen wir nichts verstehen.“

Der Mainzer Impfstoff-Hersteller Biontech hatte vergangene Woche mitgeteilt, dass er zusammen mit dem US-Partnerunternehmen Pfizer in der EU die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Fünf- bis Elfjährige beantragt habe. Für über Zwölfjährige ist das Vakzin in Europa bedingt zugelassen.

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