Zweiter Weltkrieg

Massengrab bei Minsk entdeckt: Nazis sollen hier Tausende Menschen getötet haben

Im Zweiten Weltkrieg starb ein Viertel der belarussischen Bevölkerung. Die sterblichen Überreste von Tausenden Menschen wurden nun nahe Minsk entdeckt.

Team News dpa/dak
2 Min
Wehrmachtsoldaten während des Russlandfeldzugs im Zweiten Weltkrieg (Symbolbild).

Wehrmachtsoldaten während des Russlandfeldzugs im Zweiten Weltkrieg (Symbolbild).

© imago/ITAR-TASS

Das Grab liegt nahe einem Truppenübungsplatz unweit der Hauptstadt Minsk. Dorthin waren der Staatsanwaltschaft zufolge von deutschen Besatzern zwischen 1941 und 1944 Zivilisten und Soldaten aus dem Raum Minsk gebracht und erschossen worden. Die Leichen seien in bis zu fünf Meter tiefen Löchern begraben worden.

„In den Nachbardörfern waren Schüsse und Schreie von Menschen zu hören gewesen“, so die Staatsanwaltschaft. In der Nähe der Gräber sei später eine große Anzahl von Patronenhülsen entdeckt worden. Genauere Angaben wollten die Ermittler zu einem späteren Zeitpunkt im Zuge ihrer Ermittlungen wegen Völkermord mitteilen.

Staatsanwaltschaft geht von weiteren Massengräbern aus

Die Generalstaatsanwaltschaft der Ex-Sowjetrepublik rechnet damit, dass es in der Gegend mindestens sieben Massengräber mit den sterblichen Überresten von 38.000 Menschen geben könnte. An der Suche seien Spezialisten des Verteidigungsministeriums beteiligt gewesen.

Vor 80 Jahren überfiel Hitler-Deutschland die Sowjetunion. Das kommunistische Land verzeichnete mit 27 Millionen Toten die größte Zahl an Opfern in Europa. Allein auf dem Gebiet des heutigen Belarus kam rund ein Viertel der Bevölkerung ums Leben.

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