Zu Silvester 2020 galt vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie bundesweit ein Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk wie Raketen, Knaller oder Batterien. „Wir sind gespannt, wie sich die neue Bundesregierung positioniert“, sagte Schlegel.
In Berlin hatte der Senat im vergangenen Dezember außerdem Silvesterfeuerwerk und Böllern an mehr als 50 Orten in der Hauptstadt verboten. Dazu zählten etwa der Potsdamer Platz, große Teile der Sonnenallee und der Karl-Marx-Straße, das Märkische Viertel, die Altstadt Spandau, der Simon-Dach-Kiez, der Mauerpark und der Görlitzer Park.
Experte: Böllern überschreitet Schadstoff-Grenzwerte
„Wir haben in Großstädten wie Berlin schon Situationen gehabt, die für keinen mehr zumutbar waren, weder für die Anwohner noch für die Polizei“, sagte Schlegel. Ein Sprecher der Innenverwaltung sagte, Entscheidungen darüber, ob und welche Verbotszonen es in diesem Jahr gebe, seien noch nicht gefallen.
An Plätzen, an denen sehr stark geböllert werde, gebe es eine hohe akute Feinstaubbelastung, so BUND-Experte Schlegel. Bei den Luftschadstoffen gilt allerdings vor allem das regelmäßige Überschreiten von Grenzwerten als Problem. Schlegel wies darauf hin, dass aber auch der Lärm durch Silvesterfeuerwerk gesundheitsgefährdend sein könne. „Und zwar für Mensch und Tier – inklusive Haustiere.“
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