Debatte um 2G

Einschränkungen für Ungeimpfte: Kubicki warnt vor Zweiklassengesellschaft

Die Corona-Politik vertieft laut Kubicki die Gräben zwischen Geimpften und Ungeimpften. Die von Spahn konstatierte „Pandemie der Ungeimpften“ gebe es nicht.

Team News Carola Tunk ctu
2 Min
Wolfgang Kubicki (FDP) ist Bundestagsvizepräsident und Jurist.

Wolfgang Kubicki (FDP) ist Bundestagsvizepräsident und Jurist.

© Kubicki

Der Vizepräsident des Deutschen Bundestages widerspricht ferner Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der zuvor vor einer „Pandemie der Ungeimpften“ gewarnt hatte. Diese könne es laut Kubicki gar nicht geben, da sich das Virus mit Blick auf eine steigende Zahl an Impfdurchbrüchen auch mit Impfungen weiter ausbreite.

Kubicki: Ungeimpfte werden bestraft

Kubicki plädiert vielmehr – wie auch beispielsweise der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt – für eine Wiedereinführung der kostenfreien Bürgertests. Der Jurist argwöhnt zudem die Förderung einer „Zweiklassengesellschaft“ durch die Politik sowie einen „Bestrafungsmechanismus für Ungeimpfte“.

Unterdessen nimmt die Debatte um die mögliche Einführung der 2G-Regel in Deutschland weiter Fahrt auf. Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt zweifelt zwar an der Rechtssicherheit einer solchen Maßnahme für ganz Deutschland, der zufolge nur Geimpften und Genesenen Zutritt erlaubt wäre, doch in Sachsen gilt die Vorgabe bereits seit Montag, was einem Quasi-Lockdown für Ungeimpfte gleichkommt.

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