Kriminalität

Drogenrazzia: Berliner Polizist soll Dealern geholfen haben

Der Beamte soll von Kriminellen dafür bezahlt worden sein, dass er für sie Daten im Polizeicomputer abfragt. 80 Einsatzkräfte durchsuchten Donnerstag Wohnungen.

Team News Alexander Schmalz lex
1 Min
Ein Polizist trägt bei einer Razzia in Berlin eine Kiste mit Beweismitteln zum Einsatzwagen.

Ein Polizist trägt bei einer Razzia in Berlin eine Kiste mit Beweismitteln zum Einsatzwagen.

© dpa/Christophe Gateau

Wie die Polizei mitteilte, werde gegen die beiden mutmaßlichen Drogendealer schon länger wegen des gemeinschaftlichen, gewerbsmäßigen Betäubungsmittelhandels in mindestens 30 Fällen ermittelt. Sie sollen zudem gegen das Waffengesetz und Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen haben. Ihnen werden noch am Donnerstag die Haftbefehle verkündet, so die Polizei.

In diesem Zusammenhang wurde auch die Wohnung eines Berliner Polizisten durchsucht. „Er steht im Verdacht, unberechtigt Daten abgefragt und diese gegen Bezahlung an einen der Beschuldigten weitergegeben zu haben“, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Dem Beamten wurde eine vorläufige Dienstenthebung ausgesprochen. Die Entlassung werde vorbereitet, so der Sprecher weiter. Sämtliche Zugriffsrechte auf polizeiliche Abfragesysteme seien ihm entzogen worden.

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