Einsatz von Tasern

Berlin: Polizisten schießen häufiger mit Elektroschockern

Die Zahl der Einsätze mit Elektroschock-Pistolen, den sogenannten Tasern, hat in Berlin zugenommen. Die Polizei berichtet von bisher acht Fällen im Jahr 2021.

Team News Mike Wilms dpa/mow
2 Min
Ein Polizist hält eine Elektroschock-Pistole (Symbolbild).

Ein Polizist hält eine Elektroschock-Pistole (Symbolbild).

© dpa/Soeren Stache

In dem zunächst ab 2017 für drei Jahre angelegten Testlauf hatten anfangs 20 Taser für Polizisten aus Kreuzberg und Mitte zur Verfügung gestanden. Der Probelauf wurde 2020 ausgeweitet und bis Ende 2021 verlängert.

Taser-Einsatz zur Verhinderung von Selbsttötungen

Von Februar 2017 bis 2019 gab es nach früheren Mitteilungen des Senats vier Einsätze mit den Geräten, vor allem wegen versuchter Selbsttötungen, die so verhindert wurden. In einer ganzen Reihe weiterer Fälle bis ins Jahr 2021 drohten Polizisten mit dem Einsatz des Tasers.

Die Waffen verschießen kleine Pfeile, die an dünnen Drähten hängen, einige Meter weit. Wenn die Pfeile einen Menschen treffen, schießt Strom durch die Drähte und lähmt das Opfer sekundenlang. Taser sind umstritten, weil es in den USA Fälle gab, in denen Menschen mit einem Herzfehler gestorben sein sollen. In Berlin sind sie einer Schusswaffe gleichgesetzt und nur in äußersten Notfällen erlaubt. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert eine Erlaubnis auch für weitere Fälle.

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