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Letzte warme Stunden: Heute noch 22 Grad, ab Freitagabend wird es ungemütlich

Wetter Deutschland: Heute bis 22 Grad am Rhein, ab Freitagabend bringt eine Kaltfront Regen und Temperatursturz. Sonntag vielerorts nur 8 bis 14 Grad.

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Sonne und erste Wolken über einem Dorf im Mittelgebirge: Noch zeigt sich der Herbst von seiner goldenen Seite. Ab Freitagabend bringt eine Kaltfront Regen und deutlich kühlere Luft nach Deutschland. (Symbolbild)

Sonne und erste Wolken über einem Dorf im Mittelgebirge: Noch zeigt sich der Herbst von seiner goldenen Seite. Ab Freitagabend bringt eine Kaltfront Regen und deutlich kühlere Luft nach Deutschland. (Symbolbild)

© Imago/Rene Traut

Noch einmal Sonne bis 22 Grad, dann zieht von der Nordsee eine Kaltfront heran, die sich über dem Süden festfrisst. Der Deutsche Wetterdienst erwartet am Wochenende im Süden und Südwesten anhaltenden Regen, an der Ostsee frischen Wind. Ab Montag übernimmt ein Hoch, das Deutschland nach den Prognosen mehrere Tage lang festhalten könnte.

22 Grad am Rhein: Der letzte milde Tag vor der Front

Der Donnerstag gehört noch dem Hochdruck, der seit Wochenbeginn für milde Tage sorgt. Nach zäher Nebelauflösung scheint in vielen Regionen lange die Sonne, in den Niederungen am Rhein sind 20 bis 22 Grad drin.

Kühler bleibt es in den Mittelgebirgen und in Tälern, in denen sich Hochnebel bis in den Nachmittag hält. Autofahrer sollten am Morgen in Niederungen mit dichtem Nebel rechnen.

Ob und wo Nebel- oder Frostwarnungen gelten, zeigt die Warnkarte des DWD tagesaktuell, auch über die WarnWetter-App.

Temperatursturz am Samstag: Bis zu 10 Grad weniger

Auch der Freitag beginnt freundlich, mit südwestlicher Strömung sind noch einmal 16 bis 22 Grad möglich. Am Nachmittag verdichten sich im Nordwesten die Wolken, gegen Abend erreicht die Kaltfront laut Meteozentrale die Deutsche Bucht.

Am Samstag schaffen die Höchstwerte nur noch 12 bis 16 Grad, am Sonntag meist 8 bis 14 Grad. Im Dauerregen im Südwesten bleibt es laut DWD bei rund 10 Grad.

An der Ostsee dreht der Wind auf Nord bis Nordost und bläst lebhaft, an exponierten Küstenabschnitten sind einzelne Sturmböen möglich. In Schleswig-Holstein fällt der Höchstwert von Freitag auf Sonntag von 18 auf etwa 10 Grad.

17 Stunden Regen: Der Süden bekommt das ganze Wochenende ab

Südlich der Donau und im Südwesten regnet es am Samstag gebietsweise über viele Stunden. Für das Markgräflerland zeigt eine Modellrechnung bis zu 17 Regenstunden an einem einzigen Tag, zusammen mit Sonntag knapp 18 Liter pro Quadratmeter.

Einzelne Modellraster am Bodensee kommen in 48 Stunden sogar auf gut 44 Liter. Das ist ein auffälliges Signal, aber kein gesicherter Wert.

Die Mittelfristanalyse des DWD sieht nur geringe Wahrscheinlichkeiten, dass die Warnschwellen für Dauerregen überschritten werden. Der Schwerpunkt dürfte auf den Alpen und ihrer Südseite liegen.

In der Mitte und im Norden wechseln sich am Samstag Wolken, Schauer und trockene Phasen ab. Im Umfeld der Nordsee hält der DWD sogar einzelne Gewitter für möglich, in der Nacht zum Sonntag regnet es zeitweise auch im Nordosten.

Warum die Kaltfront nicht weiterzieht

Hinter dem Stau steckt ein sogenannter Abtropfprozess. Ein Teil der Höhenkaltluft löst sich von der Strömung und bildet ein eigenes Höhentief, das am Sonntag von Frankreich bis nach Westdeutschland reichen könnte.

Der Norden liegt dann schon auf der kühlen Rückseite der Front, im Süden bleibt sie liegen. Am Alpenrand drückt unten kalte Luft aus Norden gegen feuchte Luft aus Süden, die in der Höhe weiterströmt.

Danach baut sich über der Nordsee und Südskandinavien ein neues Hoch auf. Flankiert von Tiefs auf beiden Seiten entsteht eine Omega-Lage, benannt nach dem griechischen Buchstaben Ω, den das Druckmuster auf der Wetterkarte nachzeichnet. Solche Lagen bremsen den Luftaustausch über Mitteleuropa oft tagelang aus.

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Kommt der goldene Oktober zurück?

Am Montag zieht sich der Regen in den äußersten Westen zurück, sonst wird es heiter bis wolkig und meist trocken. Ab Dienstag könnte das Nordsee-Hoch längere sonnige Abschnitte bringen.

Das Hoch bringt die Sonne zurück. Die Wärme bringt es nicht. Die Höchstwerte liegen zum Wochenstart meist bei 11 bis 16 Grad, nur am Oberrhein örtlich etwas darüber.

Nach Prognosen von weather.com könnte die Omega-Lage bis etwa 25. Oktober halten, wobei in der zweiten Wochenhälfte wieder mehr Wolken möglich sind. Der DWD sieht für Mittwoch im Süden teils dichte Wolken, sonst heiteres Wetter, in der Nacht zum Donnerstag im Südwesten stellenweise etwas Regen.

Ob das Hoch hält, hängt am Höhentief über Westeuropa. Zieht es zu langsam ab, kommen Tiefausläufer leichter durch. In klaren Nächten wird es kalt, in Senken ist Bodenfrost möglich. Für Köln rechnet das Modell in der Nacht zum Montag mit 4 Grad, in 1500 Metern Höhe liegen die Temperaturen hinter der Front verbreitet um den Gefrierpunkt.

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