Russisches Staatsfernsehen

In 106 Sekunden in Berlin: Atomwaffen-Drohung in russischer Talkshow

Deutschland will der Ukraine schwere Waffen liefern. Im russischen TV wird die Rückkehr zum Faschismus attestiert – und ein Atomangriff auf Berlin simuliert.

Team News Stella Tringali str
2 Min
Das vom russischen Verteidigungsministerium zur Verfügung gestellten Bild zeigt den Abschuss einer Interkontinentalrakete des Typs „RS-28 Sarmat“ bei einem Test (Archivbild).

Das vom russischen Verteidigungsministerium zur Verfügung gestellten Bild zeigt den Abschuss einer Interkontinentalrakete des Typs „RS-28 Sarmat“ bei einem Test (Archivbild).

© dpa/Defense Ministry Press Service

„Sie verstehen es nicht anders“, tönt ein Gast in der Nachrichtensendung „60 Minuten“ im russischen Staatssender Rossija 1. Eine Karte wird eingeblendet, auf der Ziele wie Paris, London und Berlin gezeigt werden. Das Erschreckende: Darüber stehen die Zahlen, wie lange eine Atombombe angeblich bis in die europäischen Städte braucht.

Die Simulation zeigt, dass Putin innerhalb von 200 Sekunden einen Angriff starten könnte, der keine Überlebenden hinterlässt.

Erstmals wurde im russischen Staatsfernsehen so konkret über einen Nuklearschlag gegen Deutschland, Frankreich und Großbritannien gesprochen.

Olga Skabeyeva und Ehemann Evgeny Popov zusammen mit ihrem Gast Aleksey Zhuravlyov, Parteivorsitzender der Rodina, sind die Hauptakteure in dem von US-Journalistin Julia Davis in den Sozialen Medien geteilten Video-Ausschnitt.

Sarmat-Rakete kann weltweit Ziele anvisieren

Vor wenigen Wochen testete Russland die ballistische Interkontinentalrakete vom Typ „Sarmat“ - die Waffe kann mit nuklearen Sprengköpfen ausgestattet werden und verfügt über eine sehr hohe Reichweite. Außerdem kann sie „alle modernen Luftabwehrsysteme umgehen“, so Putin.

Auch in dem Clip wird über die Rakete gesprochen. „Eine Sarmat-Rakete und die britischen Inseln werden nicht mehr sein“, droht Zhuravlyov.

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