Betrugsmasche

230.000 Euro weg: So täuschten Betrüger eine Arztpraxis in MV

Mit gefälschten Bankbriefen und QR-Codes bringen Betrüger eine Arztpraxis in MV um rund 230.000 Euro. Eine zweite Praxis wird ebenfalls attackiert.

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Ein falscher Bankbrief kostet eine Arztpraxis in MV 230.000 Euro. Jetzt ermittelt die Polizei.

Ein falscher Bankbrief kostet eine Arztpraxis in MV 230.000 Euro. Jetzt ermittelt die Polizei.

© Patrick Seeger/dpa

Wie die Polizei Rostock am Montag mitteilte, erhielt eine der Praxen bereits im August ein Schreiben per Post, das scheinbar von ihrer Hausbank stammte. In dem Schreiben befand sich ein QR-Code, der eine Mitarbeiterin auf eine täuschend echt wirkende, aber gefälschte Online-Banking-Seite führte. Kurz darauf meldeten sich die Täter telefonisch und gaben sich als Mitarbeiter der Bank aus.

Besonders perfide: Auf dem Telefon der Geschädigten wurde nach Angaben der Polizei tatsächlich die Telefonnummer ihrer Bank angezeigt. Die Täter behaupteten, eine verdächtige Kontoverbindung überprüfen oder rückgängig machen zu müssen. Daraufhin wurden mehrere Zahlungsvorgänge über eine TAN-App freigegeben. Zahlreiche Überweisungen und Lastschriften gingen anschließend an unterschiedliche Konten. Der bislang ermittelte Schaden liegt bei rund 230.000 Euro.

Zweite Arztpraxis erkennt Betrugsversuch

Anfang September traf es eine weitere Arztpraxis im Landkreis Rostock. Auch dort kam zunächst ein vermeintliches Bankschreiben mit QR-Code an. Wieder führte dieser auf eine nachgebaute Internetseite, anschließend meldete sich ein angeblicher Bankmitarbeiter telefonisch.

In diesem Fall wurde der Betroffene während des Gesprächs misstrauisch und verständigte die Polizei. Teile des bereits überwiesenen Geldes konnten nach Angaben der Ermittler gesichert werden. Wie hoch der Schaden in diesem Fall ist, wird noch ermittelt.

Die Polizei warnt davor, QR-Codes aus unerwarteten Bankanschreiben ungeprüft zu öffnen. Bei verdächtigen Anrufen sollten Betroffene auflegen und ihre Bank selbst über eine bekannte Telefonnummer kontaktieren. Zugangsdaten, TANs oder Zahlungsfreigaben sollten niemals auf Aufforderung angeblicher Bankmitarbeiter weitergegeben werden. In beiden Fällen ermittelt das Kriminalkommissariat Güstrow unter anderem wegen Betrugs sowie des Ausspähens und Abfangens von Daten.

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