USA

Berichte: USA bringt alle Migranten aus Guantánamo ins Landesinnere zurück

Dutzende Migranten wurden vom Gefangenenlager in Guantánamo zurück in die USA gebracht. Die Gründe für die Verlegung sind noch unklar.

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Soldaten stehen Wache im Gefangenenlager Guantánamo Bay.

Soldaten stehen Wache im Gefangenenlager Guantánamo Bay.

© Ramon Espinosa/AP/dpa

Die USA haben alle Migranten, die auf ihrem Marinestützpunkt in Guantánamo, Kuba festgehalten wurden, wieder ins Landesinnere zurückgeflogen. Wie mehrere Medien unter Berufung auf Bundesbeamte berichten, soll es sich dabei um 40 Gefangene handeln, die auf ihre Abschiebung warten und zunächst nach Louisiana gebracht wurden.

Laut einem Bericht der New York Times gab die US-Regierung zwar nicht offiziell bekannt, dass die Betroffenen nach Louisiana verlegt wurden, auch der Grund für ihre Verlegung war demnach zunächst unklar. Der Schritt erfolgte jedoch wenige Tage vor einer Gerichtsverhandlung im US-Bundesstaat Washington zu der Maßnahme der Trump-Regierung, Migranten in Guantánamo festzuhalten. Menschenrechtsorganisationen hatten geklagt, um den Inhaftierten Zugang zu Anwälten zu verschaffen.

Bereits Ende Februar hatte die Regierung laut New York Times abrupt zwei Haftanstalten geräumt, in denen 177 aus den USA eingeflogene Venezolaner festgehalten wurden, darunter ein Militärgefängnis, das zuvor für die Inhaftierung von Terroristen genutzt worden war. Die Gefangenen seien in den Gewahrsam ihrer Regierung überführt worden, hieß es.

USA: Migranten warten in Guantánamo auf Abschiebung

Die Trump-Regierung hatte Ende Januar angekündigt, Guantánamo Bay für die Unterbringung von Migranten zu nutzen, die abgeschoben werden sollen. Die Ministerin für Heimatschutz, Kristi Noem, sagte damals vor Reportern, dass in den Einrichtungen „die Schlimmsten der Schlimmsten“ untergebracht würden.

Zwei US-Verteidigungsbeamte sagten dem staatlichen Sender Voice of America, dass auch unter den 40 nun verlegten Personen 23 „hochgefährliche illegale Ausländer“ seien. Wie der Sender weiterhin berichtet, hätten sich die zuständigen Behörden in der Vergangenheit jedoch wiederholt geweigert, auf Fragen zur Identität der Migranten, zu ihren Herkunftsländern oder zu den ihnen zur Last gelegten Verbrechen zu antworten.

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Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte das Gefangenenlager in Guantánamo Bay im Januar als „den perfekten Ort“ für Kriminelle bezeichnet, die abgeschoben werden sollen. Laut Voice of America sagte er aber auch, dass das in den 1990er-Jahren errichtete Migrantenzentrum des Stützpunkts auch für nicht gewalttätige Migranten, die auf ihre Abschiebung warten, geöffnet werden würde. Die ersten Häftlinge trafen demnach im Februar an Bord von US-Militärfrachtflugzeugen in Guantánamo Bay ein, einige blieben Tage oder Wochen, bevor sie abgeschoben wurden.

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