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Epstein-Brief mit Nacktzeichnung? Trump verklagt WSJ auf 20 Milliarden US-Dollar

US-Präsident Trump verklagt das WSJ auf 20 Milliarden Dollar wegen Berichts über angeblichen Epstein-Brief mit Nacktzeichnung. Politischer Präzedenzfall?

likt/BLZ
3 Min
Ein Demonstrant hält am 18. Juli 2025 vor dem Weißen Haus in Washington, D.C. ein Schild mit der Forderung nach der Freigabe aller Akten im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein. Symbolbild.

Ein Demonstrant hält am 18. Juli 2025 vor dem Weißen Haus in Washington, D.C. ein Schild mit der Forderung nach der Freigabe aller Akten im Zusammenhang mit Jeffrey Epstein. Symbolbild.

© ALEX WROBLEWSKI/AFP

US-Präsident Donald Trump hat eine Verleumdungsklage in Höhe von mindestens 20 Milliarden US-Dollar gegen die Verlagsgesellschaft des Wall Street Journal (WSJ) und zwei Reporter eingereicht.

Auslöser der Klage ist ein Artikel, der über eine Sammlung von Briefen berichtete, die Jeffrey Epstein zu dessen 50. Geburtstag im Jahr 2003 geschenkt worden sein sollen. Darunter befand sich angeblich ein Schreiben, das Trumps Namen sowie eine Zeichnung einer nackten Frau enthielt. Trump bestreitet, einen solchen Brief verfasst zu haben.

Donald Trump wirft WSJ gravierende Verstöße vor

In der am Freitag bei einem Bundesgericht in Miami eingereichten 18-seitigen Klage wirft Trump dem Mutterkonzern des WSJ „eklatante Verstöße gegen journalistische Ethik und Sorgfalt“ vor. Die Klage betont, dass weder der angebliche Brief noch die Zeichnung im Bericht gezeigt wurden, weil sie nicht existierten.

Trump hatte zuvor auf seiner Plattform Truth Social gewarnt, dass es sich bei dem angeblichen Brief um eine Fälschung handele und dass er rechtliche Schritte einleiten werde, sollte die Zeitung darüber berichten. Ein Sprecher von Dow Jones, dem Mutterkonzern des Wall Street Journal, erklärte, man habe volles Vertrauen in die Gründlichkeit und Genauigkeit der Berichterstattung und werde die Klage entschieden anfechten.

Präzedenzfall für Medienklagen?

Sachkundige Juristen erklärten gegenüber dem Sender CNN, dass es bisher keinen bekannten Präzedenzfall gebe, in dem ein amtierender US-Präsident eine Zeitung wegen Verleumdung verklagt habe. Trump hatte bereits in der Vergangenheit mehrere Medienhäuser wegen Berichten verklagt. Unter anderem hatte er 2024 ABC wegen Berichterstattung über Vorwürfe sexueller Übergriffe verklagt und eine außergerichtliche Einigung über mehrere Millionen Dollar erzielt.

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Trump kündigte an, er freue sich darauf, dass Rupert Murdoch, Eigentümer von News Corp, im Rahmen der Klage unter Eid aussagen müsse.

Trumps Verhältnis zu Epstein unter verstärkter Beobachtung

Die Beziehung zwischen Donald Trump und dem verstorbenen Finanzier Jeffrey Epstein, der 2019 im Gefängnis unter ungeklärten Umständen starb, steht seit Jahren im Fokus medialer und öffentlicher Aufmerksamkeit. Epstein war wegen sexuellen Missbrauchs und Menschenhandels angeklagt und hatte enge Kontakte zu prominenten Persönlichkeiten aus Politik und Wirtschaft. Trump hatte während seiner Kampagne 2024 versprochen, weitere Dokumente zum Epstein-Fall offenzulegen, was von einflussreichen Unterstützern gefordert wurde.

Trumps jüngster Schritt gegen das Wall Street Journal verschärft seine langjährigen Spannungen mit etablierten Medien weiter. Beobachter warnen, dass der Konflikt die Fronten zwischen Trump und den großen Medienhäusern noch weiter verhärten und die mediale Berichterstattung über den Präsidenten insgesamt vorsichtiger und zurückhaltender machen könnte.

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