Geopolitik

Ablenkung von Epstein-Files? Trump attackiert Obama und bezichtigt ihn des Hochverrats

US-Präsident Donald Trump bezichtigt den früheren Amtsinhaber Barack Obama des Hochverrats. Nun meldet sich dessen Sprecher zu Wort.

Moritz Weißenborn
Moritz Weißenborn
3 Min
Der ehemalige US-Präsident Barack Obama und der aktuelle US-Präsident Donald Trump während der Trauerfeier für Jimmy Carter

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama und der aktuelle US-Präsident Donald Trump während der Trauerfeier für Jimmy Carter

© AP

Während der Druck auf US-Präsident Donald Trump in der Epstein-Affäre immer weiter wächst, äußert sich Barack Obamas Sprecher nun zu den von Trump erhobenen Vorwürfen des Hochverrats.

Die Chefin der US-Geheimdienste, Tulsi Gabbard, veröffentlicht am Wochenende Dokumente aus der Obama-Ära. Der Demokrat war von 2009 bis 2017 Präsident der Vereinigten Staaten. Gabbard zufolge würden die nun veröffentlichten Dokumente eine „verräterische Verschwörung“ zwischen Obama und Russland belegen. Damit widerspricht sie einer Einschätzung der US-Geheimdienste von 2017, welche zu dem Schluss kamen, dass Russland 2016 für Desinformationskampagnen gegen die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton verantwortlich war.

Obama-Sprecher zu Trump: „Schwacher Ablenkungsversuch“

Der Sprecher Obamas, Patrick Rodenbush, wies die Anschuldigungen zurück. „Aus Respekt vor dem Amt des Präsidenten würdigt unser Büro den ständigen Unsinn und die Desinformation, die aus dem Weißen Haus strömen, normalerweise nicht mit einer Antwort. Aber diese Behauptungen sind empörend genug, um eine zu rechtfertigen. Diese bizarren Anschuldigungen sind lächerlich und ein schwacher Ablenkungsversuch.“. Nichts in den Akten würde Trumps Vorwürfe belegen.

Als Trump während des jüngsten Besuchs des philippinischen Präsidenten in Washington auf die anstehende Befragung von Epsteins Lebensgefährtin Gishlaine Maxwell angesprochen wurde, lenkte dieser vom Thema ab. Es sei eine Hexenjagd, so der US-Präsident. Stattdessen sollten sich die Menschen mehr für Obamas Machenschaften interessieren. Gemeint sind die von Gabbard veröffentlichten Dokumente. „Das war Hochverrat, Barack Hussein Obama ist der Rädelsführer. Hillary Clinton und Sleepy Joe und der ganze Rest standen ihm zur Seite“. Weiter sagte Trump: „Nach dem, was sie mir angetan haben, ist es, egal ob richtig oder falsch, an der Zeit, jemanden zu verfolgen.“ Hochverrat kann in den USA nach wie vor mit dem Tode bestraft werden.

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Auf seinem Truth-Social-Kanal veröffentlichte Trump zudem ein KI-generiertes Video, auf dem eine Verhaftung Obamas durch das FBI zu sehen ist. Das Video zeigt den amtierenden Präsidenten und seinen Vorgänger nebeneinandersitzend im Oval Office. Zu den Tönen von Y.M.C.A. betreten FBI-Agenten das Bild und reißen Obama aus seinem Stuhl, um ihn abzuführen. Das Video endet mit einem Obama in Häftlingskleidung hinter Gittern.

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