Epstein-Akten

Neue Berichte: Pam Bondi informierte Trump, dass sein Name in Epstein-Akten auftaucht

Das Wall Street Journal und die New York Times haben wohl Informationen darüber, dass Trump mitgeteilt wurde, sein Name komme in den Epstein-Ermittlungsakten vor. Das Weiße Haus dementiert.

3 Min
US-Präsident Donald Trump.

US-Präsident Donald Trump.

© Julia Demaree Nikhinson/AP

US-Präsident Donald Trump soll bereits vor Wochen gewusst haben, dass sein Name mehrfach in den Epstein-Akten auftaucht. Wie aus Berichten der US-amerikanischen Zeitungen Wall Street Journal und der New York Times hervorgeht, habe Attorney General Pam Bondi den Präsidenten darüber bereits im Mai informiert. Die Zeitungen berufen sich dabei auf Angaben von US-Beamten.

Das Treffen erfolgte demnach im Rahmen einer umfassenderen Unterrichtung des Justizministeriums über die erneute Prüfung des Falls gegen Jeffrey Epstein, der im Jahr 2019 in seiner Gefängniszelle starb, während er auf seinen Prozess wegen Sexhandels wartete. Dem Investmentbanker wurde vorgeworfen, zahlreiche Mädchen und junge Frauen missbraucht und Prominenten zugeführt zu haben.

Berichte: Viele weitere bekannte Namen tauchen in Ermittlungsakten auf

Die Beamten sagten, bei dem Treffen zwischen Bondi und Trump habe es sich um ein Routinebriefing gehandelt, das verschiedene Themen behandelt habe, und Trumps Erscheinen in den Dokumenten habe nicht im Mittelpunkt gestanden. Sie teilten dem Präsidenten bei dem Treffen mit, die Akten enthielten nach Ansicht der Beamten „unbestätigte Gerüchte über viele Personen“, darunter auch Trump, der in der Vergangenheit mit Epstein verkehrt habe, berichtet das Wall Street Journal.

Es sei Trump außerdem mitgeteilt worden, dass hochrangige Beamte des Justizministeriums nicht planten, weitere Dokumente im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen den verurteilten Sexualstraftäter freizugeben, da das Material Kinderpornografie und persönliche Informationen von Opfern enthalte, so die Beamten. Trump sagte bei dem Treffen, er werde sich „der Entscheidung des Justizministeriums, keine weiteren Akten freizugeben, beugen“, hieß es im Wall Street Journal weiter.

Anfang Juli veröffentlichten das Ministerium und das FBI schließlich ein Memo, in dem mitgeteilt wurde, dass keine weiteren Dokumente in dem Fall veröffentlicht würden. Es gebe keine Klienten-Liste, hieß es weiter.

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Der damalige amerikanische Immobilienunternehmer Donald Trump und seine Freundin (und zukünftige Ehefrau), das ehemalige Model Melania Knauss, der Finanzier (und zukünftige verurteilte Sexualstraftäter) Jeffrey Epstein und die britische Prominente Ghislaine Maxwell posieren zusammen im Mar-a-Lago Club im Jahr 2000.

Der damalige amerikanische Immobilienunternehmer Donald Trump und seine Freundin (und zukünftige Ehefrau), das ehemalige Model Melania Knauss, der Finanzier (und zukünftige verurteilte Sexualstraftäter) Jeffrey Epstein und die britische Prominente Ghislaine Maxwell posieren zusammen im Mar-a-Lago Club im Jahr 2000.

© Davidoff Studios/Getty Images

Dass Trumps Name als Bekannter Epsteins in Ermittlungsunterlagen auftaucht, ist denkbar – es ist weithin bekannt, dass beide gemeinsam Partys gefeiert hatten. Daraus folgt nicht automatisch eine Schuld. So wurde er unter anderem auch in Gerichtsdokumenten in harmlosem Zusammenhang genannt.

Der Republikaner war vergangene Woche von einer Journalistin gefragt worden, ob Bondi ihn darüber informiert hätte, dass sein Name in den Akten auftauche. Trump verneinte das, bestätigte aber, dass es ein kurzes Briefing gegeben habe.

Weißes Haus dementiert Berichte

Das Justizministerium lehnte eine Stellungnahme zu den US-Medienberichten ab, veröffentlichte jedoch eine gemeinsame Erklärung von Bondi und dem stellvertretenden Generalstaatsanwalt Todd Blanche, in der es hieß, die Ermittler hätten die Akten geprüft und „kein Inhalt der Akten rechtfertige weitere Ermittlungen oder eine Strafverfolgung“. Das Weiße Haus dementierte derweil die Berichte des Wall Street Jornals und der New York Times und erklärte, es handle sich um eine weitere „Fake-News-Geschichte“.

Trump steht in der Epstein-Affäre schon länger unter Druck. Die Akten zu dem Fall zu veröffentlichen, war eines seiner Wahlversprechen. Kritiker, auch aus dem eigenen Lager, fordern das nun ein. (mit dpa)

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