Bei der Eröffnung einer internationalen Klimakonferenz nahe Rom segnete Papst Leo XIV einen großen Eisblock – eine symbolische Handlung anlässlich des zehnten Jahrestages der Umwelt-Enzyklika „Laudato Si’“. Das von Papst Franziskus 2015 veröffentlichte Schreiben gilt als zentrales kirchliches Dokument zum Klimawandel. Mehrere Medien sprachen von einer bewusst inszenierten Mahnung an die Dringlichkeit der Klimakrise.
Der Eisblock stammte dem Vatikan zufolge aus einer abgebrochenen Gletscherpartie in Grönland und sollte als „Zeichen der Dringlichkeit“ dienen. Während der Zeremonie erklärte Leo, Gottes Gericht werde auch danach fragen, wie die Menschheit mit der Erde umgegangen sei.
Schwarzenegger beim „Klimatheater“
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger, der bei der Eröffnung anwesend war. Gemeinsam mit Kardinälen und Bischöfen schwenkte er ein überdimensionales blaues Tuch, das Wasser symbolisieren sollte. Die Szene wirkte hochgradig theatralisch – auf manche Beobachter eher feierlich, auf andere fast schon lächerlich.
Kritik ließ nicht lange auf sich warten: Konservative Kommentatoren bezeichneten die Veranstaltung als „Klimatheater“ und sprachen von einem „Woke Pope“. Auch in sozialen Netzwerken wurde die Inszenierung vielfach verspottet. Papst Leo selbst nutzte die Bühne, um Klimaleugner scharf zu kritisieren. Wer die sichtbaren Folgen des Klimawandels leugne, „verhöhne das Schreien der Erde“, sagte er.
Papst und Trump im Streit über Migrationspolitik
Das Weiße Haus verteidigte unterdessen die harte Migrationspolitik von Präsident Donald Trump gegen Kritik aus Rom. Papst Leo hatte das Vorgehen am Dienstag in Castel Gandolfo als „unmenschlich“ bezeichnet. „Jemand, der gegen Abtreibung ist, aber mit der unmenschlichen Behandlung von Migranten einverstanden ist, ist nicht wirklich für das Leben“, sagte der in Chicago geborene Nachfolger von Papst Franziskus. Gleiches gelte für Menschen, die zwar Abtreibung ablehnten, gleichzeitig aber die in vielen US-Bundesstaaten erlaubte Todesstrafe unterstützten.
Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, wies die Vorwürfe zurück. „Ich würde bestreiten, dass es unter dieser Regierung eine unmenschliche Behandlung illegaler Einwanderer in den Vereinigten Staaten gibt“, sagte sie am Mittwoch vor Journalisten. Man versuche, die Gesetze des Landes „auf die menschlichste Weise“ umzusetzen. Zugleich verwies Leavitt auf die Präsidentschaft von Joe Biden, während der eine Rekordzahl an Migranten die Grenze zu Mexiko überquert habe, die laut Leavitt von „weitaus unmenschlicherer Behandlung“ begleitet gewesen sei.
Monate vor seiner Wahl hatte der damalige Kardinal Robert Francis Prevost in sozialen Netzwerken Artikel geteilt, die Trump und Vizepräsident J.D. Vance insbesondere für ihre Haltung zur Migration scharf kritisierten.
Schwarzenegger kritisiert Umweltschützer: „Hört auf zu jammern“
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