„Auch bei der Straßenbeleuchtung muss es eine Abwägung von Sicherheitserfordernissen und Einsparmöglichkeiten geben“, so die SPD-Politikerin weiter. „Aber die Frage ist, was ist nice to have und wo kann man in diesen Zeiten sagen, wir fahren an der einen oder anderen Stelle runter.“
Manche Gebäude ab Mitternacht nicht mehr anzustrahlen, sei ein vernünftiger Kompromiss. „Es geht darum, zuerst da zu sparen, wo es nicht so schmerzhaft ist“, sagte Giffey. „Wenn ich sage, wir schauen uns hier im Rathaus unsere Beleuchtung an oder unsere Vorlauftemperaturen bei den Heizungen, dann heißt das ja nicht, dass irgendjemand frieren muss.“
Energieexpertin: So kann der Gasmangel verhindert werden
Auch an den öffentlichen Orten und in den öffentlichen Einrichtungen zu schauen, wo lasse sich der Verbrauch senken, sei legitim. „Und das sollte man auch überlegen – was nicht heißt, dass Berlin dann dunkel ist. Es geht um maßvolle Einschränkungen, die leicht umzusetzen sind und schnell einen Beitrag zum Einsparen leisten können.“
Das Ziel müsse sein, insgesamt achtsamer zu werden. „Ich glaube, dass wir alle Möglichkeiten zum Energiesparen nutzen müssen“, so die Regierende Bürgermeisterin. „Ich bin als Kind so groß geworden: Wenn keiner im Zimmer ist, wird das Licht ausgemacht. Das ist ganz einfach und nichts Neues.“
Angesichts der Energieknappheit und stark gestiegener Preise für Strom oder Gas hatte Berlins FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja am vergangenen Wochenende angeregt, öffentliche Gebäude wie den Funkturm, das Brandenburger Tor, die Siegessäule oder das Rathaus Charlottenburg nach Mitternacht nicht mehr anzustrahlen.
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