Kriminalität

Berliner tötet Freund im Rausch: Entzug statt Haft

Vor zwei Wochen wurde ein 57-Jähriger in einer Wohnung erstochen. Der mutmaßliche Täter stellte sich am Wochenende der Berliner Polizei. Ist er schuldunfähig?

Team News Alexander Schmalz dpa/lex
2 Min
Ein Polizist führt einen festgenommenen Verdächtigen in Handschellen ab (Symbolbild).

Ein Polizist führt einen festgenommenen Verdächtigen in Handschellen ab (Symbolbild).

© Imago/Jochen Tack

Nach dem gewaltsamen Tod eines 57-jährigen Mannes in Berlin-Friedrichshain wird der mutmaßliche Täter vorläufig in einer Entziehungsanstalt untergebracht. Ein Richter habe das angeordnet, weil bei der Tat Alkohol im Spiel gewesen sei und eine Schuldunfähigkeit des 37-Jährigen nicht ausgeschlossen werden könne, teilte die Staatsanwaltschaft am Sonntag mit.

Die Leiche des 57-Jährigen war am frühen Samstagmorgen in seiner Wohnung in der Singerstraße gefunden worden. Zuvor war der mutmaßliche Täter beim Polizeiabschnitt 26 erschienen und hatte erklärt, dass er vor zwei Wochen einen Mann getötet habe, der Mieter der fraglichen Wohnung war.

Wie die Staatsanwaltschaft nun weiter mitteilte, wurde das Opfer mit Messerstichen getötet. Den Ermittlungen zufolge kannten sich beide Männer und trafen sich ab und zu. Am Tattag sei der 37-Jährige nach bisherigen Erkenntnissen in die Wohnung des 57-Jährigen eingebrochen, um seine Geldbörse zu stehlen. Das zunächst schlafende Opfer wachte dabei auf, worauf es zu der Auseinandersetzung mit tödlichem Ausgang kam.

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