Rundfunk-Skandal

Briefkasten für Whistleblower: Sagen Sie uns, was bei ARD, ZDF und Co. geschieht

Der RBB-Skandal nimmt kein Ende. Einzelfall oder hat der ganze öffentlich-rechtliche Rundfunk ein Problem? Bei uns können sich Zeugen sicher und anonym mitteilen.

BLZ
3 Min
Was geschieht bei den Öffentlich-Rechtlichen hinter den Kulissen?

Was geschieht bei den Öffentlich-Rechtlichen hinter den Kulissen?

© dpa

Die Missstände, die mit der Selbstbedienung und den Boni der fristlos entlassenen Ex-Chefin des RBB Patricia Schlesinger begannen, haben den Sender in eine tiefe Legitimitätskrise gestürzt. Nun drängt sich die Frage auf, ob auch andere Rundfunkanstalten ein Problem mit Vorteilsnahme und Bereicherung haben. Wie viel Korruption herrscht beim Öffentlich-rechtlichen-Rundfunk?

Die Berliner Zeitung will es wissen und hat ein Whistleblower-Postfach für alle jene eingerichtet, die Informationen über Missstände, Korruption und andere Machenschaften weitergeben möchten – sicher und anonym. Sie sind ÖRR-Mitarbeiter oder wissen auf anderem Wege über Missstände und Verschwendung? Dann schreiben Sie uns. Sagen Sie uns, was bei ARD, ZDF und Co. hinter den Kulissen geschieht. Im Folgenden finden Sie Adresse und Hinweise für die sicherste Übermittlung von Informationen.

1. Analoger Briefkasten

Journalistinnen und Journalisten sind auf Tippgeber oder Whistleblower angewiesen. Eine der wichtigsten Grundlagen dafür sind Dokumente, die Sachverhalte nachvollziehbar machen. Wenn Sie auf Korruption, Amtsmissbrauch oder andere Missstände hinweisen wollen, sind Sie hier richtig. Dies ist kein Kanal, um Menschen zu denunzieren oder um persönliche Streitigkeiten zu verhandeln. Wir prüfen gewissenhaft alle Informationen, geben aber keine Garantien für Veröffentlichungen ab. Sie erreichen das Investigativteam der Berliner Zeitung auf verschiedenen Wegen:

Berliner Verlag GmbH
Alte Jakobstraße 105
10969 Berlin

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2. E-Mail

Wenn es Ihre Sicherheitsbedenken zulassen, können Sie uns per E-Mail erreichen:

[email protected]

Bedenken Sie aber, dass Ihr Server oder Provider Informationen speichert. Nutzen Sie besser nicht Ihre bestehenden E-Mail-Konten. Verwenden Sie E-Mail-Adressen, die zufällig generiert werden. Es gibt dafür viele Anbieter. Etwa hier: https://www.trash-mail.com/ oder hier: https://www.nervmich.net/

Sicherheitstipps

Um Ihre Identität und Sicherheit zu schützen, gibt es viele Methoden. Wir weisen darauf hin, dass es keine völlige Sicherheit geben kann. Um ein Höchstmaß zu erreichen, können folgende Tipps helfen:

Sprechen Sie mit niemanden darüber, dass Sie als Hinweisgeber oder Hinweisgeberin sensible Informationen teilen wollen. Verschicken Sie die Informationen oder Daten nicht von Ihrem Rechner bei der Arbeit. Verschicken Sie die Daten oder Informationen von einem anderen Ort. Nutzen Sie für den Transport der Daten verschlüsselte USB-Sticks. Eine Möglichkeit, Datenträger zu verschlüsseln bietet VeraCrypt. Vermeiden Sie beim Verschicken Gewohnheiten, die Rückschlüsse auf Sie ermöglichen. Senden Sie die Daten also auch nicht aus Ihrem Lieblingscafé. Gehen Sie in ein Internetcafé, eine Bibliothek, einen Bahnhof oder suchen Sie einen anderen Ort mit Internetzugang aus, den Sie sonst nicht aufsuchen. Achten Sie auf Videoüberwachung und suchen Sie ggf. nach einem anderen Ort. Noch sicherer ist es, einen USB-Stick mit dem Betriebssystem Tails zu verwenden, das von diesem Datenträger aus geladen wird und keine digitalen Spuren hinterlässt (https://tails.boum.org/index.de.html).

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