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Kriminalität

Corona-Leugner schicken Drohbriefe an Berliner Lehrer

Lehrpersonal von 34 Schulen in neun Bezirken bekam Briefe mit Gewaltandrohungen. Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse hat Strafanzeige erstattet.

David Vilentchik Team News dpa/dvi
2 Min
Lehrer in Berlin haben Drohschreiben von mutmaßlichen Corona-Leugnern erhalten. (Symbolbild)

Lehrer in Berlin haben Drohschreiben von mutmaßlichen Corona-Leugnern erhalten. (Symbolbild)

© Imago/photothek.net/Liesa Johannssen

Lehrkräfte von mehreren Berliner Schulen haben in den vergangenen Tagen Drohbriefe von mutmaßlichen Corona-Leugnern erhalten. Dies betreffe 34 Schulen in neun Bezirken, teilte Bildungsstaatsekretär Alexander Slotty am Donnerstag im Abgeordnetenhaus mit.  

In den Schreiben werde den Lehrkräften mit Tod und Gewalt gedroht, sollten sie im Herbst und Winter an den Schulen erneut Infektionsschutzmaßnahmen wie die Maskenpflicht oder anlasslose Tests umsetzen.

Berliner Lehrer als „Corona-Nazis“ verunglimpft: Strafanzeige  

Bildungssenatorin Astrid-Sabine Busse (SPD) hat bereits Strafanzeige erstattet. „Jegliche Gewaltandrohungen gegen unsere Lehrkräfte, die in der Pandemie besonders gefordert waren und sind, stellen ein absolutes No-Go dar“, teilte Busse mit. „Hierauf müssen wir alle entschieden reagieren.“

In den Drohbriefen sollen Lehrkräfte unter anderem als „Corona-Nazis“ bezeichnet worden sein. Ebenfalls hätten die jeweiligen Absender gedroht, Lehrpersonal an den Schulen „die Nase zu brechen“ oder „aufzuschlitzen“, wenn wieder Corona-Maßnahmen umgesetzt würden, zitierte die Bildungsverwaltung aus den Briefen. 

Berliner Politiker verurteilen Drohbriefe „aufs Schärfste“

In einer Erklärung stellten sich die bildungspolitischen Sprecher der Berliner Regierungsparteien, Marcel Hopp (SPD), Marianne Burkert-Eulitz (Grüne), Louis Krüger (Grüne) sowie Franziska Brychcy (Linke), hinter die Entscheidung von Senatorin Busse und verurteilen die Drohbriefe „auf Schärfste“. 

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Die rot-grün-rote Koalition sehe „für eine offene Schule einen guten Infektionsschutz“ vonnöten. Daran würden auch Einschüchterungsversuche nichts ändern, so die Bildungspolitiker.  

Allerdings gelten aktuell keine Masken- und Testpflichten. Je nach Infektionslage könne beides jedoch wieder eingeführt werden. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Berlin liegt derzeit bei 289.

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