Emissionen

IEA: Globaler CO2-Ausstoß erreicht 2025 vermutlich seinen Höhepunkt

Russlands Einmarsch in die Ukraine treibt nach Ansicht der Internationalen Energieagentur den Strukturwandel voran. Doch die Prognose hat einen Haken.

Team News Sophie Barkey AFP/dpa/sba
2 Min
Windräder stehen auf einer Anhöhe, im Hintergrund ein Braunkohlekraftwerk.

Windräder stehen auf einer Anhöhe, im Hintergrund ein Braunkohlekraftwerk.

© dpa/Hennig Kaiser

Die Internationale Energieagentur (IEA) geht davon aus, dass die globalen CO2-Emissionen 2025 vermutlich ihren Höhepunkt erreichen werden. Die weltweite Energiekrise infolge des russischen Angriffskrieges in der Ukraine führe zu „tiefgreifenden und langfristigen Veränderungen“, welche den „Übergang zu einem nachhaltigeren und sichereren Energiesystem“ potenziell beschleunigten, erklärte die IEA anlässlich der Veröffentlichung ihres Jahresberichts am Donnerstag. Demnach könnten die Investitionen in saubere Energie bis 2030 um 50 Prozent auf zwei Billionen Dollar pro Jahr steigen.

Erst im vergangenen Jahr hatte die IEA noch erklärt, bei den Emissionen sei „kein klarer Höhepunkt in Sicht“. Die jetzt von vielen Regierungen angekündigten Maßnahmen würden jedoch eine Zunahme bei erneuerbaren Energien und Atomenergie antreiben. „Als Resultat wird 2025 ein Höhepunkt für weltweite Emissionen erreicht sein“, sagt die IEA voraus. Die Agentur berät die Industrieländer in Fragen der Energiepolitik. 

Auch der steigende Absatz von Elektrofahrzeugen führt demnach dazu, dass die Erdölnachfrage Mitte der 2030er Jahre abflacht und dann bis Mitte des Jahrhunderts leicht zurückgeht.

Versorgung: IEA rechnet auch noch 2050 mit 60 Prozent fossilen Brennstoffen

Die globalen Emissionen sollten dem Bericht zufolge nach dem Höhepunkt langsam von ihrem Höchststand von 37 Milliarden Tonnen pro Jahr bis 2050 auf 32 Milliarden Tonnen fallen. Demnach betrifft die Vorhersage alle Arten fossiler Brennstoffe. Ihr Anteil an der weltweiten Energieversorgung würde in dem von der IEA aufgezeigten Szenario bis 2050 von 80 Prozent auf etwa 60 Prozent fallen.

Trotz alledem geht die IEA allerdings von einer globalen Erderwärmung um 2,5 Grad bis zum Jahr 2100 aus – weit entfernt vom 1,5-Grad-Ziel, das gravierende Auswirkungen des Klimawandels verhindern helfen soll.

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