Fußball 3. Liga

Rückschlag im Aufstiegsrennen: Energie rutscht ab auf Platz 5

Energie Cottbus lässt im Aufstiegsrennen erneut wichtige Punkte liegen und trennt sich zuhause vom SSV Ulm nur 1:1. Da die ärgsten Verfolger siegten, wurden die Lausitzer von Rang zwei verdrängt.

Jörgen Heller SID
4 Min
Cottbus gegen Ulm: Erik Engelhardt (am Ball)  rettete mit seinem späten Tor (77.) den Punkt für die Gastgeber.

Cottbus gegen Ulm: Erik Engelhardt (am Ball)  rettete mit seinem späten Tor (77.) den Punkt für die Gastgeber.

© Steffen Beyer/imago

Im Aufstiegsrennen der 3. Liga kam der FC Energie Cottbus am Sonnabend gegen den SSV Ulm nicht über einen Punktgewinn hinaus. Die Mannschaft von Trainer Claus-Dieter Wollitz trennte sich im Energie-Stadion vom SSV Ulm 1:1 (0:1). Durch den Punktgewinn gegen die abstiegsbedrohten Gäste konnten sich die Lausitzer  den zweiten Tabellenplatz zurückerobern, aber nur für einen Tag.  Rot-Weiss Essen, der SV Verl und der MSV Duisburg fuhren im Gegensatz zum FC Energie am Sonntag Siege ein, so dass er am Ende des 30. Spieltages wieder vom direkten Aufstiegsplatz verdrängt und bis auf Platz fünf durchgereicht wurde.

Energie stand nach der 1:4-Klatsche am Spieltag zuvor in Aachen und dem 1:0-Auswärtssieg des Aufstiegsrivalen Hansa Rostock am Freitagabend beim SV Wehen Wiesbaden unter Druck. Durch ihren Auswärtsdreier hatten die Hanseaten Cottbus vom zweiten Platz verdrängt. Wollte man sich diesen zurückerobern, war zu Hause gegen den Gegner aus der Abstiegszone mindestens ein Punkt Pflicht.

Coach Wollitz appellierte vor dem wichtigen Heimspiel an seine Mannschaft: „Egal, welche Situation dort ist, wir müssen unsere spielerische Wucht auf den Platz bekommen und unsere maximale Körpersprache zeigen.“ Das schien sie vor den Heimzuschauern zumindest in Halbzeit eins nicht umsetzen zu können.

Erik Engelhardt rettet Heimpunkt

Nach einer ersten guten Möglichkeit der Hausherren gleich in der ersten Spielminute hielten die Gäste aus Baden-Württemberg die Cottbuser vor 12.043 Zuschauern von ihrem Strafraum geschickt fern und übernahmen in der 21. Minute durch das Tor von Leon Dajaku sogar selbst die Führung.

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Nach dem Gegentreffer wirkte die Heimmannschaft verunsichert. In der Offensive fehlte über lange Zeit die Durchschlagskraft. Als Erik Engelhardt wenige Minuten vor der Pause den vermeintlichen Ausgleich auf dem Fuß hatte, rettete Ulms Verteidiger Niko Vukancic in höchster Not.

Die Wollitz-Truppe stellte gegen die Ulmer Fünferkette früh im Spiel um. Zwanzig Minuten vor Schluss setzten die Cottbuser alles auf eine Karte. Das wurde mit dem Ausgleich durch Engelhardts Kopfball (77.) zum 1:1 belohnt. Danach verstärkte Energie noch einmal seine Offensive. Der FC kam über das Remis jedoch nicht mehr hinaus.

„Punkt kann noch wertvoll sein“

„Wenn wir aufsteigen wollen, muss man zuhause besser spielen, als wir es phasenweise gemacht haben. Im letzten Drittel bringen die Spieler im Moment nicht das auf die Platte, was man braucht, um Spiele erfolgreich zu gestalten“, meinte Wollitz auf der Pressekonferenz nach  dem Remis. „ Wenn man in vier Heimspielen nur zwei Tore erzielt, darf das nicht der Anspruch sein. Trotzdem kann auch dieser Punkt am Ende noch wertvoll sein, wenn wir es denn schaffen, jetzt mal ein bisschen befreiter nach vorne zu spielen.“

Das Aufstiegsrennen bleibt damit weiterhin spannend. Den Tabellen-Zweiten der 3. Liga und den Sechsten, das ist aktuell Hansa Rostock, trennen gerade einmal zwei Zähler bei noch acht ausstehenden Spieltagen. Spitzenreiter ist der VfL Osnabrück mit sechs Punkten Vorsprung zum neuen Zweiten Rot-Weiss Essen.

Nun hat Energie Cottbus in der 3. Liga aber erst einmal knapp zwei Wochen Länderspielpause. Am Samstag (28. März) tritt der FC Energie im Landespokal-Halbfinale beim BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow aus der Brandenburgliga an. Ihr nächstes Punktspiel erleben die Lausitzer am 4. April (14 Uhr) beim Tabellen-Vorletzten TSV Havelse.

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