„Nacht der Solidarität“

3700 Berliner zählen Obdachlose

Ende Januar sollen Freiwillige die Zahl der Wohnungslosen in Berlin erfassen - es ist deutschlandweit die erste Aktion dieser Art.

Margarethe Gallersdörfer
2 Min
Nächtigende Obdachlose am Bahnhof Zoo in Berlin

Nächtigende Obdachlose am Bahnhof Zoo in Berlin

© Foto: imago/Rolf Kremming

Das Land erhofft sich von der Zählung gesicherte Erkenntnisse darüber, wie viele Personen in Berlin auf der Straße leben. Laut Senatsverwaltung „weiß das bisher niemand“, seit Jahrzehnten gebe es lediglich Schätzungen. Und die schwanken gewaltig, zwischen 6000 und 10.000. Sicher ist nur: Die Bundeshauptstadt ist auch die Hauptstadt der Obdachlosen.

Freiwillige werden am Abend der Zählung geschult

In der „Nacht der Solidarität“ sollen die Freiwilligen 600 Zählteams bilden, die sich zwischen 22 und 1 Uhr im Stadtgebiet verteilen. Obdachlose sollen zahlenmäßig erfasst und wenn möglich auch kurz befragt werden, zum Beispiel nach ihrer Muttersprache.

Laut Senatssozialverwaltung sollen alle Freiwilligen am Abend der Zählaktion geschult und zum Beispiel angewiesen werden, niemanden zu wecken und nur diejenigen zu befragen, die auch Auskunft geben wollen. In jedem Team soll außerdem mindestens eine Person mitlaufen, die im sozialen Bereich arbeitet.

Die Anmeldephase für dieses Jahr ist beendet, die Senatsverwaltung verweist allerdings darauf, dass auch im kommenden Jahr wieder Freiwillige gesucht werden. 

Mehr Infos im Internet unter: berlin.de/nacht-der-solidaritaet

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen
Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner