Zum Abschneiden der SPD, die deutlich hinter der CDU und nur ganz knapp vor den Grünen landete, sagte Kühnert: „Es ist kein dolles Wahlergebnis geworden. Wir haben für uns auch unsere Konsequenzen und Erkenntnisse draus zu ziehen.“ Aber es dürfe nicht jeder einfach nur auf seine paar Prozente gucken und dabei stehen bleiben. „Man muss jetzt miteinander sprechen und schauen, wie es auch funktioniert.“
Es bleibe abzuwarten, wie sich die CDU aufstelle. „Vor zwei Monaten kannte kein Mensch Kai Wegner. Jetzt kennen wir schon zwei Kai Wegners“, sagte Kühnert mit Blick auf den CDU-Spitzenkandidaten. „Den aus dem Wahlkampf, der ziemlich hart polarisiert und geholzt hat und jetzt den Nach-18-Uhr-Kai-Wegner von gestern Abend, der plötzlich das Gemeinsame und Einende betonen möchte. Da bin ich sehr gespannt, wie das weitergeht.“
Nach dem Sieg der CDU bei der Wiederholungswahl am Sonntag hat Wegner angekündigt, SPD und Grüne am Montagabend zu Sondierungen einzuladen mit dem Ziel, noch in dieser oder Anfang kommender Woche mit den Gesprächen zu beginnen. Rein rechnerisch haben Schwarz-Grün sowie Schwarz-Rot eine Mehrheit - genau wie die bisherige Koalition aus SPD, Grünen und Linken.
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