Finanziell ist die Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht (Die Linke) längst nicht mehr auf ihr Mandat angewiesen. Das belegen zumindest die jetzt veröffentlichten Nebeneinkünfte von Wagenknecht, die der Bundestag jetzt veröffentlich hat.
Danach hat sie in den Jahren 2021 und 2022 fast 800.000 Euro an Nebeneinkünften gehabt. Den Löwenanteil der Einnahmen machen dabei Tantiemen für ihr Buch im Campus Verlag aus. Dort ist 2021 ihr Buch „Die Selbstgerechten“ erschienen, das in ihrer eigenen Partei für erhebliche Diskussionen gesorgt hat. Dem Erfolg hat das nicht geschadet; im vergangenen Jahr legte der Verlag mit einer Taschenbuchausgabe nach.
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Aus den Nebeneinkünften, die der Bundestag derzeit sukzessive für alle Abgeordneten veröffentlicht, lässt sich der hohe Marktwert der Linke-Politiker als Rednerin ermessen. So bezahlte das Schweizerische Institut für Auslandforschung SIAF in Zürich 10.000 Euro für einen Vortrag mit dem Titel „Warum wir wieder mehr Zusammenhalt und Gemeinsinn brauchen“.
Den größten Teil ihrer bezahlten Reden und Vorträge hielt Wagenknecht in der Schweiz. So gab es in diesem Jahr einen Salon-Abend des Unterstützerkreises des Debattenmagazins „Schweizer Monat“, zu dem Wagenknecht eingeladen war und für die Teilnahme ebenfalls knapp 10.000 Euro bekam.
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In der Bundestagsfraktion ist Sahra Wagenknecht auch deshalb umstritten, weil sie seltener präsent ist als ihre Abgeordnetenkollegen und auch keinen Sitz in einem Bundestagsausschuss wahrnimmt. Derzeit gibt es Querelen, weil sie angekündigt hat, bis Ende des Jahres zu entscheiden, ob sie eine eigene Partei gründet. Dass sie nicht wieder für Die Linke kandidieren will, hat sie bereits entschieden und öffentlich gemacht.
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