Klimaprotest

Letzte Generation blockiert berlinweit den Verkehr: Autofahrer nimmt Aktivist in Würgegriff

Zahlreiche Verkehrsadern in der Hauptstadt waren am Freitag erneut von massiven Protesten betroffen. Wütende Autofahrer traten auf Aktivisten ein. Die Proteste im Überblick.

Sophie Barkey Team News sba
3 Min
Ein Mann zerrt einen Aktivisten der Gruppe Letzte Generation bei einer Blockade auf der Stadtautobahn A100 unweit des Kurfürstendamm im Würgegriff von der Straße. 

Ein Mann zerrt einen Aktivisten der Gruppe Letzte Generation bei einer Blockade auf der Stadtautobahn A100 unweit des Kurfürstendamm im Würgegriff von der Straße. 

© Paul Zinken/dpa

Klimaaktivistinnen und Klimaaktivisten der Letzten Generation haben am Freitag erneut den Berufsverkehr in Berlin unterbrochen. Betroffen waren nach Angaben der Aktivisten unter anderem stadteinwärts führende Bundesstraßen in Berlin, wie die Prenzlauer Allee, der Tempelhofer Damm und die Frankfurter Allee sowie die A100. Laut Berliner Verkehrsinformationszentrale kam es zu langen Staus.

Wie die Berliner Polizei gegen 13 Uhr mitteilte, sind inzwischen alle Blockaden aufgelöst. Vereinzelt kann es aber noch zu Verzögerungen kommen.

Blockadeorte am Freitag

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Video: Wütender Autofahrer tritt Aktivisten auf der Stadtautobahn

Die Aktivisten veröffentlichten am Morgen ein Video auf Twitter, das zeigt, wie mehrere Aktivisten am Freitag die Fahrbahn auf der Stadtautobahn blockieren. Im Hintergrund hört man das laute Hupen der Autofahrer und Gebrüll. Ein wütender Mann zerrt Aktivisten von der Fahrbahn, ein weiterer tritt gegen einen Aktivisten, der sich offenbar gerade auf den Asphalt kleben will.

Auch nach Angaben eines dpa-Fotografen rissen Autofahrer am Morgen auf der A100 in Höhe der Abfahrt Kurfürstenstraße an Protestierenden, schlugen auf diese ein und traten sie, um sie am Festkleben zu hindern.

Ein Mann zerrt Aktivisten der Gruppe Letzte Generation bei einer Blockade auf der Stadtautobahn A100 unweit des Kurfürstendamms von der Straße.

Ein Mann zerrt Aktivisten der Gruppe Letzte Generation bei einer Blockade auf der Stadtautobahn A100 unweit des Kurfürstendamms von der Straße.

© Paul Zinken/dpa

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Aktivistin mit einbetonierter Hand: „Ich will das nicht tun“

Teilweise klebten sich die Aktivistinnen und Aktivisten auch bei den Protesten am Brückentag erneut auf die Straße: „Es macht mir wahrlich keine Freude, meine Hand auf den Asphalt zu betonieren, von Autofahrenden angeschrien und weggezerrt zu werden. Ich will das nicht tun, aber die Fahrlässigkeit der Regierung im Angesicht der drohenden Ernteausfälle, Kriege und sozialen Verwerfungen zwingt mich dazu.“, so eine 17-jährige Aktivistin.

Die Letzte Generation fordert verstärkte Maßnahmen der Politik gegen den Klimawandel. Bereits am Donnerstag haben die Aktivisten mit 14 Straßenblockaden in Berlin den Verkehr zum Erliegen gebracht. Nach Angaben der Polizei klebten sich am Feiertag mehrere Aktivisten an verschiedenen Standorten auf die Straße.

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