Vorwürfe gegen Till Lindemann

Peinlicher Moment: Pink schwärmt bei Konzert in Köln von Rammstein

Damit hatte sie nicht gerechnet. Als die Sängerin Rammstein erwähnt, geht kein freudiges Jubeln durch das Publikum. Erst später erfährt Pink den Grund.

Team News Jule Damaske
3 Min
Bei ihrer Sommertour gibt die Rocksängerin Pink auch sieben Konzerte in Deutschland, wie hier Ende Juni im Berliner Olympiastadion.

Bei ihrer Sommertour gibt die Rocksängerin Pink auch sieben Konzerte in Deutschland, wie hier Ende Juni im Berliner Olympiastadion.

© Daniel Lakomski/Imago

Bei ihrem Konzert am Samstagabend in Köln hat die US-amerikanische Rocksängerin Pink für einen Moment der Stille und Irritation gesorgt. Der Grund: Zwischen zwei Liedern schwärmte die 43-Jährige von den Shows der Rockband Rammstein. Was sie nicht wusste: In Deutschland büßt die international erfolgreiche Musikgruppe wegen schwerer Vorwürfe des Machtmissbrauchs derzeit an Beliebtheit ein. Davon scheint Pink noch nichts mitbekommen zu haben.

Vor rund 42.000 Menschen trat die Sängerin am Samstag im Rahmen ihrer „Summer-Carnival“-Tour im ausverkauften Rhein-Energie-Stadion auf. Ihren Fans erzählt sie während des Auftritts: „Ich hoffe, dass mein Sohn und meine Tochter mir irgendwann mal Rammstein-Tickets kaufen.“ Sie lobte die Auftritte der Band und sagte: „Wenn ihr noch nie auf einem Rammstein-Konzert wart, müsst ihr da mal hin! Die setzen auf der Bühne Menschen in Brand.“

Pink: „Ihr mögt Rammstein nicht?“

Die Sängerin ist spürbar überrascht, als aus dem Publikum nicht wie erwartet gejubelt wird, sondern nur eine eisige Stille kommt. Daraufhin sagt sie: „Nein? Ihr mögt Rammstein nicht? Wurden sie gecancelt? Warum? Haben die jemanden in Brand gesetzt und nicht gelöscht? Wir mögen die wirklich nicht? Okay, dann mögen wir sie zusammen nicht! Ich bin schon 48 Mal gecancelt worden.“

Einen Tag später folgt dann eine Reaktion von Pink. Auf Twitter teilt sie den Tweet einer Konzertbesucherin, die einen Artikel der englischen Zeitung Guardian geteilt hatte, in denen über die Vorwürfe gegen den Rammstein-Leadsänger Till Lindemann berichtet wurde. „Ja, das ist scheiße. Jemand hat es mir nach der Show erklärt“, schrieb Pink auf Twitter. Am Sonntagabend stand die Sängerin erneut auf der Bühne für ein Zusatzkonzert.

Vorwürfe wegen sexueller Übergriffe gegen Frontsänger Till Lindemann

Mehrere Frauen warfen Till Lindemann, teilweise anonym, sexuellen Missbrauch während seiner Shows und auf den Aftershowpartys vor. Lindemann und die Band streiten die Vorwürfe ab. Während der Konzerte von Rammstein seien junge Frauen ausgewählt und gefragt worden, ob sie zur Afterparty kommen wollten. Zahlreiche Frauen berichteten von Übergriffen und körperlicher sowie seelischer Nötigung. Laut den Berichten sollen auch Betäubungsmittel eingesetzt worden sein, um die jungen Frauen gefügig zu machen.

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Ende Mai erhob zuerst eine Frau aus Irland schwere Vorwürfe, nachdem sie in Litauen bei einem Konzert von Rammstein war. Daraufhin meldeten sich mehrere Konzertbesucherinnen mit ähnlichen Erfahrungen zu Wort. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat ein Ermittlungsverfahren gegen Lindemann eingeleitet.

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