Brandenburg

Gigafactory in Grünheide: Wasserverband lehnt Tesla-Erweiterung ab

Teile des geplanten Tesla-Ausbaus liegen in einem Wasserschutzgebiet, wo die Bebauung verboten ist. Außerdem seien die vom Land begrenzten Wassermengen bereits ausgeschöpft.

Team News dpa/BLZ
2 Min
Grünheide: Blick auf das Werk der Tesla Gigafactory vom US-Elektroautobauer Tesla

Grünheide: Blick auf das Werk der Tesla Gigafactory vom US-Elektroautobauer Tesla

© Jens Kalaene/dpa

Die Pläne von US-Elektroautobauer Tesla zur Erweiterung des Geländes in Grünheide bei Berlin stoßen auf Kritik des regionalen Wasserverbands. Er könne dem Bebauungsplan nicht zustimmen, schrieb der Wasserverband Strausberg-Erkner in einer Stellungnahme.

In dem dort vorhandenen Wasserschutzgebiet seien neue Baugebiete verboten. Zudem seien die vom Land Brandenburg begrenzten Wassermengen bereits ausgeschöpft. Der Verband sei nicht in der Lage, weitere Baugebiete mit Wasser zu versorgen. Die Märkische Oderzeitung berichtete zuvor darüber.

Tesla will unter anderem einen eigenen Werkbahnhof für den Güterverkehr, Logistikflächen und eine Betriebs-Kita auf einer Fläche von mehr als 100 Hektar errichten, die an die Fabrik angrenzt. Die Gemeindevertretung Grünheide stimmte im Dezember vergangenen Jahres mehrheitlich für die Aufstellung eines neuen Bebauungsplans. Für die Bebauung muss weiterer Wald gerodet werden.

Kritik: Ein Teil des neuen Tesla-Areals liegt im Wasserschutzgebiet

Gegen den Entwurf des Bebauungsplans zur Erweiterung der Fabrik waren 15 Einwendungen bei der Gemeinde Grünheide eingegangen. Der Plan ist noch nicht rechtskräftig. Umweltschützer haben Bedenken gegen die Erweiterung, weil ein Teil des Areals im Wasserschutzgebiet liegt. Sie kritisieren auch, dass eine weitere Waldfläche verloren gehen soll. Tesla produziert seit März vergangenen Jahres in Grünheide Elektroautos.

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