Schwere Gewitter haben am Freitagabend und in der Nacht zum Samstag in weiten Teilen Sachsen-Anhalts Schäden verursacht. Starkregen überflutete Straßen, Sturmböen rissen Bäume um und beschädigten Stromleitungen. Die Feuerwehren rückten vor allem im Norden des Landes zu Dutzenden Einsätzen aus.
Das Unwetter traf am 31. Juli einen Streifen von Wolmirstedt im Landkreis Börde über Tangerhütte bis in den Elb-Havel-Winkel besonders schwer. In der Altmark wurden zeitweise bis zu 40 Blitze pro Minute registriert. Einsatzkräfte mussten umgestürzte Bäume beseitigen, Straßen freiräumen und beschädigte Stromleitungen sichern.
Straßen in Wolmirstedt überflutet
In Wolmirstedt zog das Gewitter kurz nach 20 Uhr auf. Nach dem Starkregen standen Teile der Stadt, die an der Ohre liegt, unter Wasser. Bäume stürzten um, außerdem fiel zeitweise der Strom aus. Die Feuerwehr war an zahlreichen Stellen im Einsatz. Für den gesamten Landkreis Börde registrierte die zuständige Rettungsleitstelle rund 30 Einsätze.
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Auch in Tangerhütte richtete der Sturm Schäden an. Dort stürzte ein Baum auf ein Auto. Ein vergleichbarer Vorfall wurde aus Magdeburg gemeldet. Menschen wurden dabei nach bisherigem Kenntnisstand nicht verletzt.
In der Altmark und im Elb-Havel-Winkel waren die Feuerwehren vor allem damit beschäftigt, umgestürzte Bäume und Äste von Straßen zu entfernen. Hinzu kamen Einsätze an beschädigten Stromleitungen.
Zwei Verletzte bei Brachstedt
Weitere Unwettereinsätze gab es im Süden Sachsen-Anhalts. Im Zuständigkeitsbereich der Leitstelle Halle wurden 14 Einsätze gezählt, die meisten davon im nördlichen Saalekreis.
Bei Brachstedt erfassten die Sturmböen zwei Wohnwagen und warfen sie um. Zwei Menschen wurden verletzt und mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Nähere Angaben zur Schwere ihrer Verletzungen lagen zunächst nicht vor.
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Rund um Zeitz rückten die Feuerwehren zu bis zu 15 Einsätzen aus. Bei Brehna blockierten umgestürzte Bäume mehrere Straßen. Damit erstreckten sich die Folgen der Gewitter vom Norden Sachsen-Anhalts bis in den südlichen Teil des Landes.
Der Deutsche Wetterdienst hatte vor kräftigen Gewittern mit Starkregen, Hagel und starken Windböen gewarnt. Am Samstagvormittag waren zunächst noch einzelne kräftige Gewitter möglich. Im weiteren Verlauf sollten die Unwetter nach Osten abziehen.
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