Energie

Regierung: Investoreninteresse an Brandenburg ungebrochen

Ausländische Unternehmen sehen Brandenburg bei Investitionen zunehmend als Ansiedlungsland. Bedingung ist für sie die Belieferung mit Erneuerbarer Energie. A...

dpa
2 Min
ARCHIV - Jörg Steinbach (SPD), Wirtschaftsminister Brandenburgs, spricht im Landtag.

ARCHIV - Jörg Steinbach (SPD), Wirtschaftsminister Brandenburgs, spricht im Landtag.

© Bernd Settnik/dpa

Im vergangenen Jahr verzeichnete Brandenburg nach Angaben von Steinbach 1,8 Milliarden Euro an Direktinvestitionen. Zum Stand August seien es in diesem Jahr schon 1,5 Milliarden Euro. Der Minister rechnet damit, dass die Investitionssumme des vergangenen Jahres in diesem Jahr übertroffen wird.

Auf dem Areal des Industrieparks in der Lausitz sind unter anderem das Energieunternehmen Leag und die Unternehmensgruppe Altech Group angesiedelt. Der Technologiehersteller Altech will an der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen zwei Fabriken aufbauen. Ein Werk soll Materialien für die Akkus von E-Autos herstellen, ein anderes Großbatterien für die Industrie. Eine Pilotanlage für die Beschichtung von Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batterien soll nach Angaben des Unternehmens im Oktober an den Start gehen. Altech werde alle Produkte grün zertifizieren, sagte Carsten Baumeister, Leiter des operativen Geschäfts bei Altech. Deshalb sei eine Versorgung ausschließlich mit Erneuerbarem Strom angedacht.

Grüne Energie als Voraussetzung für eine Standortentwicklung werde noch nicht von jedem ernst genommen, schätzte Steinbach ein. Die Ansiedlung weiterer Unternehmen hänge davon ab, wie Brandenburg diese mit grüner Energie versorgen könne.

Im Februar hatte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) für den Aufbau eines Wasserstoff-Speicherkraftwerks im Industriepark Schwarze Pumpe zwei Förderbescheide in Höhe von 28,5 Millionen Euro übergeben. Ab 2025 soll grüner Wasserstoff hergestellt werden.

Auch der Fachkräftemangel war ein Thema der Unternehmen, die im Süden des Bundeslandes agieren. Steinbach sagte, das potenzielle Investoren explizit fragten, was das für sie bedeute, wenn sie in ein Bundesland oder eine Region, gingen, wo die AfD in Umfragen bei rund 30 Prozent liege. „Das ist ein Investitionshemmnis, ganz klar“, hob er hervor. Er habe nichts gegen Kritik an der etablierten Politik im Land. „Aber dieser Weg ist Schießen ins eigene Knie“. Jedem Bürger müsse klar sein, dass er Verantwortung für die Frage der Attraktivität der Region für andere Menschen übernehmen müsse.

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