Kommentar

Marode Polizeiwachen: Eine Frage der Prioritäten

Die Sparpolitik des Senats hat zu baufälligen Polizeidienststellen und Schulgebäuden geführt. Dabei sollten gute Arbeitsbedingungen von Polizei und Feuerwehr Priorität haben.

2 Min
Durch fehlende Investitionen wurden viele Schulgebäude und Polizeidienststellen nicht renoviert.

Durch fehlende Investitionen wurden viele Schulgebäude und Polizeidienststellen nicht renoviert.

© imago/ Martin Bäuml

Es ist das Ergebnis einer Sparpolitik früherer Senate unter Klaus Wowereit (SPD), in der die Sicherheit der Bürger oder der Zustand der Schulen nicht zu den obersten Prioritäten gehörten. Sogar heute, wo Berlin über mehr Steuereinnahmen verfügt, kann man die Frage nach den Prioritäten stellen.

Ob es zum Beispiel sein muss, dass der rot-rot-grüne Senat Wohnhäuser und ganze Siedlungen, die er einst billig abstieß, für Milliardenbeträge zurückkauft, um seine Klientel zu beglücken. Ob er nun auch im Stromgeschäft mitmischen muss. Man kann fragen, ob es sinnvoll ist, stets über Personalmangel in den Verwaltungen zu klagen oder ob es nicht sein kann, dass diese ineffektiv arbeiten nach dem Motto „viele Häuptlinge, wenige Indianer“.

Senat versagt in Prioritätensetzung

Letztlich bleibt anzumerken, dass in den Töpfen des landeseigenen Sonderfonds „Siwana“ Hunderte Millionen Euro schlummern, die nicht bereitgestellt werden. Man muss anerkennen, dass der derzeitige Senat versucht, die Versäumnisse der vergangenen Jahrzehnte aufzuholen und wieder mehr in Ausrüstung, Personal und Arbeitsbedingungen von Polizei und Feuerwehr investiert.

Open Source

Open Source

Sie haben etwas zu sagen? Senden Sie uns Ihren Text! 

Einreichen
Open Door

Open Door

Sie möchten ein Thema vorschlagen? Senden Sie uns Ihren Vorschlag!

Vorschlagen

Aber spätestens, wenn der Rettungs- oder der Streifenwagen mal wieder eine Viertelstunde zum Notfall braucht, wird sich die Frage nach den richtigen Prioritäten erneut stellen. Wie jeden Tag.

Send feedback

Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]

Lesen Sie mehr zum Thema
weltbune Banner