Sterbehilfe

102 Anträge auf Kauf-Erlaubnisse für Suizidmittel abgelehnt

Von 133 Anträgen wurde keine bewilligt. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) augmentiert mit einem Verbot, dass der Bundestag 2015 beschlossen hatte.

OAZ
1 Min
Sterbehilfe - ja oder nein? Ein wichtiges Thema, auf das es keine einfache Antwort gibt.

Sterbehilfe - ja oder nein? Ein wichtiges Thema, auf das es keine einfache Antwort gibt.

© imago images/Christian Spicker

Hintergrund ist eine Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts von 2017, wonach Sterbewilligen „in extremen Ausnahmesituationen“ ein Zugang zu einer tödlichen Dosis Betäubungsmittel nicht verwehrt werden darf. Das Bundesgesundheitsministerium wies 2018 aber das Bundesinstitut an, entsprechende Anträge von Bürgern abzulehnen.

Ressortchef Jens Spahn (CDU) hatte diese Linie verteidigt. Er verwies darauf, dass sich der Bundestag 2015 für das Verbot der organisierten Sterbehilfe ausgesprochen habe. Das sei für ihn handlungsleitend. Das Bundesverfassungsgericht will am 26. Februar ein Urteil zum Verbot der geschäftsmäßigen Sterbehilfe verkünden. Geklagt haben schwerkranke Menschen, Ärzte und professionelle Suizidhelfer.

Das Bundesinstitut erläuterte, jeder eingehende Antrag werde geprüft. Antragsteller würden dafür auch um Unterlagen wie Gutachten gebeten.

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