Flüchtlinge

Deutschland nimmt 50 unbegleitete Flüchtlingskinder aus griechischen Lagern auf

Die Kinder sollen nächste Woche in Deutschland ankommen und ihre Quarantäne in Niedersachsen verbringen. Anschließend sollen sie auf verschiedene Bundesländer verteilt werden.

OAZ
2 Min
Flüchtlingskinder auf der griechischen Insel Lesbos.

Flüchtlingskinder auf der griechischen Insel Lesbos.

In nächster Zeit will Deutschland noch mehr Minderjährige aus Griechenland aufnehmen. Der Koalitionsausschuss von Union und SPD hatte im März beschlossen, im Rahmen der EU-Partner Griechenland einen Anteil von insgesamt etwa 1000 bis 1500 Kindern nach Deutschland zu holen und zu betreuen. Es handelt sich dabei um Kinder, die schwer erkrankt oder unbegleitet und jünger als 14 Jahre sind.

Insgesamt haben sich acht EU-Staaten im März grundsätzlich zur Aufnahme minderjähriger unbegleiteter Flüchtlinge und anderer Migranten aus Griechenland bereit erklärt. Neben Deutschland gehören Frankreich, Irland, Portugal, Finnland, Luxemburg, Kroatien und Litauen dazu. Die EU-Kommission bemüht sich um die Umsetzung, also etwa die Auswahl der Kinder und die Buchung von Flügen. Einige Länder sollen wegen der Corona-Krise erklärt haben, die Aufnahme möglicherweise erst zu einem späteren Zeitpunkt umzusetzen.

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Die Situation in den völlig überfüllten Flüchtlingslagern auf den griechischen Ägäis-Inseln ist ohnehin dramatisch. Ein Ausbruch von Covid-19-Erkrankungen könnte dort angesichts katastrophaler hygienischer Zustände verheerende Folgen haben, so die Befürchtung.

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