„Obwohl in Deutschland zwischenzeitlich mindestens jeden zweiten Tag eine Frau die männlichen Gewaltexzesse mit ihrem Leben bezahlen muss, verweigert die Bundesregierung die Umsetzung der Istanbul-Konvention konsequent“, so die Initiatorin. Die Istanbul-Konvention ist ein 2011 ausgearbeiteter völkerrechtlicher Vertrag, der verbindliche Rechtsnormen gegen Gewalt an Frauen und häusliche Gewalt festlegt und auch von Deutschland ratifiziert wurde.
Dennoch gebe es in Deutschland nach wie vor „viel zu wenige Schutzräume für von Gewalt betroffene Frauen“, zudem fehlt laut den Frauenrechtlerinnen „noch immer eine nationale Gesamtstrategie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen“.
Dagegen wollen Kristina Wolf und die Femen gemeinsam mit weiteren Frauen am Sonnabend „mit vollem Körpereinsatz“ demonstrieren. Der Protestzug startet um 12 Uhr in der Dorotheenstraße 33 in Mitte und zieht dann zum Brandenburger Tor. „Wir beachten die Hygieneregeln, das bedeutet der offiziell angemeldete Protest findet mit Mundschutz statt und der Mindestabstand von 1,50 Meter wird eingehalten“, teilten die Veranstalterinnen am Freitag weiter mit.
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