Wegen der Unruhen im Kosovo hatten zu Wochenbeginn mehrere SPD-geführte Länder, darunter Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen, die Abschiebung von Flüchtlingen ausgesetzt. Einen generellen Abschiebestopp haben Bundesinnenminister Manfred Kanther (CDU) sowie Vertreter Baden-Württembergs, Bayerns, Niedersachsens und aus Rheinland-Pfalz abgelehnt. Eine genaue Zahl der abgelehnten Asylbewerber aus der Provinz Kosovo gibt es laut Bundesinnenministerium (BMI) nicht. Pro Asyl schätzt, daß etwa 100 000 Flüchtlinge aus dem Kosovo von der Abschiebung bedroht sind; nach Angaben des BMI sind insgesamt 120 000 Flüchtlinge aus Jugoslawien zur Ausreise aus Deutschland verpflichtet.
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