Acht Millionen Euro für fünf kluge Köpfe aus der Hauptstadt: Berliner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben in diesem Jahr einen der begehrtesten Forschungspreise Europas geholt. Der Europäische Forschungsrat (ERC) vergibt seine Starting Grants an Talente, die gerade dabei sind, ihre erste eigene Forschungsgruppe aufzubauen – und die Konkurrenz darum ist europaweit enorm.
Gefördert werden Projekte an der Humboldt-Universität, der Freien Universität, der Technischen Universität und am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Jede Förderung läuft über fünf Jahre. Mit dem Geld können die Forschenden Mitarbeiter einstellen, Geräte anschaffen und ihren eigenen Ideen nachgehen – unabhängig von den Vorgaben etablierter Lehrstühle.
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Diese Wissenschaftler bekommen Starting Grants
Michael Kathan, Chemiker an der Humboldt-Universität zu Berlin, erhielt einen ERC Starting Grant für seine Forschung im Bereich der molekularen Maschinen und mechanisch ineinandergreifender Moleküle: „Fabricating Interlocked Nanochains With Molecular Machines“.
Maxime Le Calvé, Sozialanthropologe und Wissenschaftsforscher am Exzellenzcluster „Matters of Activity“ der Humboldt-Universität zu Berlin, erhielt 2026 einen ERC Starting Grant für sein Forschungsprojekt zur Bedeutung von Kreativität und menschlichem Wissen im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz: „Augmenting Poiesis: Relational Inquiries in the Age of AI“.
Lucas da Costa Maciel ist Sozialanthropologe an der Technischen Universität Berlin. 2026 erhielt er einen ERC Starting Grant für sein Forschungsprojekt zur Provenienzforschung an kolonial erworbenen Kulturgütern und Museumssammlungen im Kontext des Mapuche-Territoriums in Chile: „Re-Worlding Provenance Research and Museum Collections Across and Beyond the Mapuche Land“.
Matthew Rachar ist Sozialphilosoph an der Freien Universität Berlin. 2026 erhielt er einen ERC Starting Grant für sein Forschungsprojekt zur Bedeutung und zu den Grundlagen von Solidarität: „Unifying Solidarity“.
Robert Gorwa ist Politikwissenschaftler und Forscher am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). 2026 erhielt er einen ERC Starting Grant für seine Forschung zu Governance und zur politischen Dimension von Künstlicher Intelligenz: „Governing Generative AI From the Inside and Out: The Politics and Practices of AI Alignment“.
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