Der ADAC hat in seiner am Donnerstag veröffentlichten Pannenstatistik für das Jahr 2025 festgestellt: Elektroautos bleiben deutlich seltener mit Defekten liegen als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, haben aber häufiger Bordnetz-Probleme. Häufigste Pannenursache ist über alle Antriebsarten hinweg ein Defekt der 12-Volt-Starterbatterie.
Bei vier Jahre alten Elektroautos verzeichnete der Automobilclub im Jahr 2025 im Durchschnitt 6,5 Pannen pro 1000 zugelassene Fahrzeuge, bei gleich alten Verbrennern waren es 12,5. Das teilte der ADAC am Donnerstag in München mit. Dieses Muster zeige sich über alle Altersklassen hinweg.
Verbrenner-Teile sind anfälliger für Verschleiß
Als Grund nannte der Verkehrsclub die einfachere Konstruktion: In einem Elektroauto seien deutlich weniger verschleißanfällige Teile verbaut. Typische Fehlerquellen beim Verbrenner seien Elemente des Antriebsstrangs oder das Kraftstoffsystem.
Beim Bordnetz dagegen liege die Pannenkennziffer bei E-Autos höher als bei Verbrennern, was die ADAC-Experten auf die kompliziertere Bordelektronik zurückführen. Verglichen wurden ausschließlich ab 2020 zugelassene Fahrzeuge, da es laut ADAC zu wenige ältere Elektroautos für eine belastbare Auswertung gibt.
Mit Abstand häufigste Pannenursache ist unabhängig vom Antrieb ein Defekt der 12-Volt-Batterie. Auf sie entfielen 45,4 Prozent aller Einsätze, wie der ADAC mitteilte. Es folgten Probleme im Motorbereich mit 21,8 Prozent sowie Ausfälle bei Anlasser, Generator, Bordnetz oder Beleuchtung mit 10,4 Prozent.
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Autos auf deutschen Straßen werden älter
Generell steigt die Pannenwahrscheinlichkeit mit dem Alter eines Fahrzeugs. Allerdings hat sich die Zuverlässigkeit über die Jahre verbessert. Ein zehn Jahre altes Auto hatte 2015 noch eine Pannenwahrscheinlichkeit von 6,5 Prozent, 2025 lag sie bei 3,1 Prozent. Bei fünf Jahre alten Fahrzeugen sank der Wert von 3,6 auf 2,1 Prozent.
Da die in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge im Durchschnitt immer älter werden, stieg die Zahl der Pannenhilfeeinsätze dennoch. Die „Gelben Engel“ rückten 2025 nach Angaben des Clubs fast 3,7 Millionen Mal aus, ein Plus von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Für die Statistik wertete der ADAC die Pannen von 158 Fahrzeugmodellen von 27 Herstellern aus. (mit AFP und dpa)
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