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Politiklandschaft

Aktuelle Forsa-Umfrage: CDU verliert leicht – so schneiden Grüne, AfD und BSW ab

Die Politik von Friedrich Merz sorgt seit Tagen für Wirbel. Doch wie sehen das die Wähler? Eine weitere aktuelle Forsa-Umfrage gibt Aufschluss.

Maria Windisch Team News maw
3 Min
Robert Habeck. Seine Grünen legen leicht zu.

Robert Habeck. Seine Grünen legen leicht zu.

© Christoph Hardt/imago

Die Abstimmungen zusammen mit der AfD vergangene Woche zum Thema Migration könnten der CDU doch einige Punkte in den Wahlumfragen gekostet haben. Bei den Parteipräferenzen verliert laut aktueller Forsa-Umfrage die Union (28 Prozent) gegenüber der Vorwoche zwei Prozentpunkte. Die Grünen (15 Prozent), die Linke (5 Prozent) und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW, 4 Prozent) gewinnen jeweils einen Prozentpunkt hinzu. Die Werte für die SPD (16 Prozent), die FDP (4 Prozent) und die AfD (20 Prozent) bleiben unverändert. RTL/n-tv hatte die Umfrage in Auftrag gegeben.

Könnten die Bundesbürger den Kanzler direkt wählen, würden sich jeweils 22 Prozent für Friedrich Merz oder Robert Habeck entscheiden. Olaf Scholz und Alice Weidel kommen jeweils auf 16 Prozent. Der Anteil der Wahlberechtigten, die sich für keinen der Kandidaten entscheiden würden, liegt bei 24 Prozent. Robert Habeck genießt unter den Anhängern der Grünen weiterhin den stärksten Rückhalt (90 Prozent), während Merz (77 Prozent) und Scholz (73 Prozent) weniger Unterstützung in den eigenen Reihen finden.

Insa-Umfrage sieht Friedrich Merz nicht als Verlierer

Laut Insa-Umfrage haben CDU und CSU nach ihrer umstrittenen Abstimmung mit der AfD nicht verloren, laut Forsa allerdings schon (2 Prozentpunkte, wie oben erwähnt). Ein Großteil der Bundesbürger (59 Prozent) hält es für falsch, dass CDU-Chef Friedrich Merz im Bundestag eine Mehrheit für seinen Antrag zur Flüchtlingspolitik mithilfe der AfD-Stimmen erreicht hat. Besonders kritisch sehen dies die Anhänger der SPD (88 Prozent), Grünen (94 Prozent) und Linken (92 Prozent), wie das aktuelle Trendbarometer von RTL/ntv zeigt. Auch 70 Prozent der unentschlossenen Wähler lehnen demnach das Vorgehen ab. Zustimmung erhält Merz hingegen von FDP-Anhängern (63 Prozent), Unterstützern des Bündnisses Sahra Wagenknecht (60 Prozent) und insbesondere AfD-Wählern (85 Prozent).

Zudem glauben 41 Prozent der Befragten, dass Merz nach der Bundestagswahl eine Koalition mit der AfD eingehen würde, falls die Mehrheitsverhältnisse schwierig werden. 51 Prozent, vor allem Anhänger von CDU/CSU und FDP, halten dies für unwahrscheinlich.

In der Debatte um die zukünftige Ausrichtung der CDU plädieren 58 Prozent der Bürger für eine Politik der Mitte, während 37 Prozent eine stärkere Betonung konservativer Werte bevorzugen. Unter den Unionsanhängern gibt es hingegen eine Mehrheit (58 Prozent), die sich für einen konservativeren Kurs ausspricht.

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Wichtigste Wahlthemen: Demokratie-Schutz vor Wirtschaft und Sicherheit

Das zentrale Thema für die Wahlentscheidung bleibt den Angaben zufolge für 62 Prozent der Bürger, der Schutz der Demokratie und die Bekämpfung des Rechtsextremismus. Dahinter folgen wirtschaftliche Entwicklung (55 Prozent), Kriminalität und innere Sicherheit (49 Prozent) sowie die äußere Sicherheit Deutschlands (44 Prozent). Die Themen Zuwanderung und Flüchtlinge sind für 36 Prozent wahlentscheidend, während Klima- und Umweltschutz mit 32 Prozent die geringste Priorität hat.

Das Thema Zuwanderung und Flüchtlinge spielt für 36 Prozent der Wahlberechtigten eine zentrale Rolle- Der Klima- und Umweltschutz bildet mit 32 Prozent das Schlusslicht. Während in Westdeutschland der Schutz der Demokratie deutlich priorisiert wird, sind in Ostdeutschland die Themen Kriminalität, Zuwanderung und die Entfremdung zwischen Politik und Bürgern besonders wichtig.

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