Die verbale Entgleisung von Bundeskanzler Olaf Scholz hat der SPD in den Umfragen kaum geschadet. Sie liegt laut dem Meinungsforschungsinstitut Insa nahezu unverändert bei 15 Prozent. Die Zahlen wurden Montagabend veröffentlicht. Scholz hatte Berlins schwarzen Kultursenator Joe Chialo (CDU) auf einer privaten Feier, als es um das Thema Rassismus in der Union ging, als „Feigenblatt“ und „Hofnarren“ seiner Partei beleidigt. Chialo war getroffen, Scholz entschuldigte sich bei ihm telefonisch. Eine öffentliche Entschuldigung gab es aber nicht.
Anfang Februar lagen die Sozialdemokraten noch bei 17 Prozent oder 16 Prozent. Das war aber weit vor Bekanntwerden des Vorfalls mit Scholz und Chialo.
Umfrage vor der Wahl: Darum könnte sich die AfD leicht verbessert haben
Unverändert liegen laut der aktuellen Insa-Umfrage vom 17. Februar CDU/CSU bei 30 Prozent und die Grünen bei 13 Prozent. Die AfD kann im Vergleich zur letzten Insa-Umfrage vom 15. Februar um einen Prozentpunkt leicht zulegen und kommt auf 22 Prozent. Der Anschlag in München vom Donnerstag, bei dem zwei Menschen starben, könnte damit zu tun haben.
Verbessert in den Umfragen haben sich auch FDP und Linke. Die Linke liegt laut Insa bei 6,5 Prozent. Die Liberalen kratzen an der 5-Prozent-Hürde und liegen bei 4,5 Prozent. Im Parlament vertreten wäre auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW). Das BSW verschlechterte sich im Vergleich zu früheren Umfragen leicht, kommt aber immerhin auf 5 Prozent.
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