Die wirtschaftliche Lage hat nach Einschätzung der Bürger die Migration als wichtigstes politisches Problem in Deutschland abgelöst. 27 Prozent der Befragten nennen die Wirtschaft als zentrale Aufgabe für die Politik, 21 Prozent Zuwanderung und Flucht sowie 18 Prozent soziale Ungerechtigkeit und Armut.
Das ergab eine repräsentative Umfrage von infratest dimap unter 1326 Wahlberechtigten für den ARD-DeutschlandTrend. Nur noch 13 Prozent bewerten die wirtschaftliche Lage positiv – sieben Punkte weniger als im Januar. Weiter wurden die Wähler auch bezüglich der anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland befragt.
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Jeder Zweite in Ostdeutschland rechnet Verschlechterung der Wirtschaft
Einen vergleichbar niedrigen Wert gab es laut ARD zuletzt während der Eurokrise Ende der 2000er-Jahre. 38 Prozent rechnen für die kommenden zwölf Monate mit einer Verschlechterung ihrer persönlichen Lage, in Ostdeutschland fast jeder Zweite. Nur sechs Prozent erwarten eine Verbesserung.
Mit der Arbeit der schwarz-roten Koalition sind nur noch zwölf Prozent zufrieden – ein Punkt weniger als im Vormonat und ein neuer Tiefstwert. In der Sonntagsfrage bleibt die AfD unverändert bei 27 Prozent stärkste Kraft. Die CDU/CSU verliert einen Punkt auf 23 Prozent und erreicht damit ihren niedrigsten Wert seit Januar 2022. Die Grünen kommen auf 14 Prozent (minus 1), die SPD auf 13 Prozent (plus 1), die Linke unverändert auf zehn Prozent. Das BSW liegt bei drei, die FDP bei vier Prozent.
50 Prozent der Befragten geben an, ihre Wahlentscheidung aus Überzeugung zu treffen, 46 Prozent aus Enttäuschung über andere Parteien. Im AfD-Wählersegment überwiegt laut Umfrage der Enttäuschungsmotiv-Anteil deutlich.
Mit Blick auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt Anfang September lehnen rund vier von zehn Befragten jede Zusammenarbeit mit der AfD ab. Drei von zehn befürworten eine Prüfung im Einzelfall, ein Viertel hält eine gezielte Kooperation für richtig. Den CDU-Beschluss, Koalitionen mit der AfD auszuschließen, halten jeweils 47 Prozent für richtig beziehungsweise falsch. Die parallele Abgrenzung gegenüber der Linken bewerten 56 Prozent als falsch und 33 Prozent als richti
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