Mecklenburg-Vorpommern wählt: Wie fällt die Entscheidung der Bürgerinnen und Bürger aus? Welches Bündnis kann künftig regieren? In unserem Liveblog liefern wir aktuelle Hochrechnungen, Reaktionen aus den Parteizentralen, Stimmen der Spitzenkandidaten sowie detaillierte Analysen der Ergebnisse.
Sonntag, 20. September
12.04 Uhr: Erstwähler in Rostock – „Wir wählen SPD“
An der Straßenbahnhaltestelle Maßmannstraße in Rostock stehen am Vormittag Luise und Caro, beide 17 Jahre alt. Etwas nervös halten sie ihre Wahlbenachrichtigungen in der Hand. „Es ist schon aufregend wählen zu gehen“, sagt Luise. „Da fühlt man sich das erste Mal etwas mehr erwachsen und auch wichtig für die Gesellschaft.“ Die beiden haben sich extra verabredet, um gemeinsam zum ersten Mal ihre Stimme bei einer Landtagswahl abzugeben. Sie gehören zu rund 2400 Erstwählern in Rostock. Erstmals dürfen bei dieser Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern auch 16- und 17-Jährige wählen.
Die beiden Mädels wollen die SPD wählen. „Eigentlich wollen wir nur verhindern, dass die AfD die Regierung übernimmt“, so Caro. Sonst, sagt sie, hätte sie sich für Die Linke entschieden.
12 Uhr: Unterwegs in Parchim – „Wählen ist unsere Pflicht“
Im vielleicht schönsten Wahllokal im Land, im historischen Gewölbekeller des altehrwürdigen Rathauses in Parchim, hat sich um 11.20 Uhr eine Schlange gebildet. „In all unseren neun Wahllokalen waren bis jetzt schon etwa je 300 Wähler“, sagt Gemeindewahlleiterin Corinna Skowronski. „Wir gehen heute von einer Wahlbeteiligung von etwa 80 Prozent aus. Bei der Bundestagswahl waren es 70 Prozent.“ Die Kreisstadt Parchim hat knapp 18.000 Einwohner.
Sven und Monika
© Katja Frick/Ostdeutsche Allgemeine
Sven und Monika gehören zu denen, die schon gewählt haben. „Wählen ist unsere Pflicht“, findet der Schlosser. „Es muss sich etwas ändern, das Land wird in den wirtschaftlichen Ruin getrieben“, sagt seine Partnerin. „Wir müssen arbeiten gehen und andere machen sich einen Bummi.“ Beide haben AfD gewählt.
Ein junges Paar, 22 und 24 Jahre, das gerade aus dem Rathaus kommt, möchte nicht verraten, wen es gewählt hat. „Wir wünschen uns Veränderung. Die allgemeine Situation ist schlecht. Wir sind auf‘s Auto angewiesen und müssen jeden Tag von Parchim nach Ludwigslust fahren.“
11.56 Uhr: Manuela Schwesig zeigt sich optimistisch
Nach dem Gang zur Wahlurne tritt die Ministerpräsidentin noch einmal vor die zahlreichen Kameras und gibt ein kurzes Statement ab.
Sie blicke positiv auf den Wahltag, sagt Schwesig. Den Morgen habe sie zunächst ruhig mit ihrer Familie verbracht und gemeinsam gefrühstückt. Nun freue sie sich auf alles, was dieser Tag noch bringen werde.
11.50 Uhr: Im Rostocker Wahllokal
Am Wahllokal 225 mitten in der Rostocker Innenstadt ist am späten Vormittag einiges los. Der Wahlbezirk umfasst einen Teil des Rostocker Zentrums. Insgesamt sind bei der Landtagswahl in Rostock rund 168.000 Menschen wahlberechtigt, darunter etwa 2400 Erstwähler. Über die Stadt verteilen sich 134 Wahllokale.
Auch Monika R. hat ihre Stimme bereits abgegeben. Was sie sich für den Wahlabend wünscht, sagt sie ohne Umschweife: „Dass die AfD nicht gewinnt.“
Christa und Gerhard Greve, 85 und 90 Jahre alt, kommen ebenfalls gerade aus dem Wahllokal. Nach welchen Kriterien sie ihr Kreuz gesetzt haben? „Naja, Themen, die den Alltag von Familien und älteren Menschen betreffen: Schulen, Kinderbetreuung und die Rente. Auch eine verlässliche medizinische Versorgung ist mir wichtig“, sagt Christa Greve. Gut findet sie etwa die Idee, verschiedene Fachärzte an einem Ort zu bündeln.
11.33 Uhr: Schwesig und ihr Mann kommen zur Wahl
Vor dem Wahllokal in der Puschkinstraße wird es plötzlich voll. Zahlreiche Journalisten haben sich versammelt, Kameras und Mikrofone stehen bereit. Sie alle warten auf Ministerpräsidentin Manuela Schwesig, die hier ihre Stimme abgeben soll.
Ein älterer Mann, der gemeinsam mit seiner Frau gerade aus dem Wahllokal kommt, betrachtet den Medienauflauf und bleibt stehen. „Das ist ja wie in der DDR hier“, sagt er. Wie er das meine? „Na, das war doch bei Honecker damals nicht anders. Ein reiner Personenkult.“ Seine Frau steht daneben und nickt zustimmend.
Gewählt haben die beiden trotzdem. Und pessimistisch wirkt der Mann keineswegs. Ob er frohen Mutes sei? „Aber natürlich. Bald wird sich in diesem Land einiges ändern, das können Sie mir glauben“, sagt er. Dann nimmt er seine Frau an die Hand und macht sich auf den Heimweg.
10.50 Uhr: Holm geht wählen
Es ist kurz nach 10 Uhr, vor der Niklot-Schule am Obotritenring in Schwerin haben sich Dutzende Reporter und Fotografen versammelt. Gespannt warten sie auf AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm, im Wahllokal 17 wird er gleich seine Stimme abgeben. In der Schule, die am Eingang mit Schule gegen Rassismus, Schule für Courage wirbt. Und dann kommt Holm mit seiner Frau. „Der Himmel ist blau, das ist ein Zeichen“, sagt er mit einem Lächeln im Gesicht und betritt die Wahlkabine.
Vor der Schule stellt er sich den Fragen der Journalisten, die sich wie eine Große Traube um ihn scharren. Nach knapp 20 Minuten verabschiedet er sich; er freue sich auf ein Wiedersehen bei der Wahlparty heute Abend.
10.05 Uhr: „Mich überzeugt keines der Plakate“
Am frühen Morgen wirkte Schwerin noch wie ausgestorben, mittlerweile ist die Sonne herausgekommen und mit ihr kommt langsam Leben in die knapp 98.000 Einwohner große Landeshauptstadt. Rund 77.000 Schweriner sind wahlberechtigt. Jana und Finn gehören nicht dazu. Das Paar schlendert am Vormittag rund um das Schweriner Schloss, beide sind Touristen und verbringen das Wochenende in der Stadt. Sie leben in Süddeutschland, sagen sie, die Landtagswahl verfolgen sie trotzdem mit großem Interesse. Besonders die zahlreichen Wahlplakate, die überall in der Stadt hängen, haben sie sich genauer angesehen.
Vor dem Schweriner Schloss
© imago
„Mich persönlich überzeugt keines der Plakate“, sagt Finn. Die Botschaften seien „nichtssagend“, letztlich lese man „immer dasselbe“. Besonders einfallsreich findet er den Wahlkampfbotschaften jedenfalls nicht. „Uninspiriert“ lautet sein Urteil. Und was würde er selbst auf ein Wahlplakat schreiben? Finn muss lachen. „Gute Frage“, sagt er. Darüber müsse er nun erst einmal nachdenken. Eines wisse er sicher: Pünktlich zur ersten Hochrechnung wollen beide vor dem Fernseher sitzen.
08.48 Uhr: „Kein großer Fan der SPD“, aber: „Sie kennt sich aus“
Schwerin wirkt am frühen Sonntagmorgen wie ausgestorben. Es nieselt leicht, auf den Straßen der Innenstadt sind kaum Menschen unterwegs. Auch im Wahllokal 30 in der Puschkinstraße herrscht zunächst gähnende Leere: kein Wähler weit und breit. Selbst nach längerem Warten zeigt sich niemand, der seine Stimme abgeben will.
Nur knapp 100 Meter weiter wird es ein wenig lebendiger. Im Café Rothe stehen bereits die ersten Kunden an. Eine junge Frau in der Schlange hat ihre Stimme längst abgegeben – per Briefwahl. Was sie für den Abend erwartet? „Dass Schwesig weiterhin regieren wird.“ Sie sei zwar „kein großer Fan der SPD“, sagt die Frau. Für sie seien die anderen Kandidaten jedoch „keine Option“. Außerdem habe Manuela Schwesig Erfahrung: „Sie kennt sich aus.“
Gähnende Leere vor dem Wahllokal 30 in der Schweriner Innenstadt.
© Sophie-Marie Schulz/Ostdeutsche Allgemeine
08.01 Uhr: Die ersten Wähler in Kühlungsborn geben ihre Stimme ab
8:01 Uhr in Kühlungsborn an der Ostsee, 15 Grad Lufttemperatur, verhangener Himmel. Andi und Conny sind die ersten Wähler im Wahllokal 3. Ihre Prognose für das Resultat im Land? Kopf-an-Kopf, meint Andi, aber hoffentlich schaffe es die AfD. In der DDR wurde er nach zwei Jahren Haft 1987 vom Westen freigekauft: „Ist doch heute alles wieder wie früher.“ Nach der Wahl geht‘s zum Oktoberfest, 756 Kilometer. Zwei Heavy-Metal-Fans unterwegs zum Schunkelglück. Immerhin das hat Deutschland heute der DDR voraus. Von Kühlungsborn zur Theresienwiese wär damals schwieriger gewesen, erinnern sich beide.
Andy und Conny auf dem Weg ins Wahllokal.
© Thomas Fasbender / Ostdeutsche Allgemeine
08.00 Uhr: Die Wahl in MV hat begonnen
In Mecklenburg-Vorpommern hat die Landtagswahl begonnen. Um 08.00 Uhr öffneten am Sonntag die Wahllokale. Rund 1,3 Millionen Wahlberechtigte sind bis 18.00 Uhr zur Stimmabgabe aufgerufen. Für die Sozialdemokraten kämpft Ministerpräsidentin Manuela Schwesig darum, weiterregieren zu können. In einer der jüngsten Umfragen, in denen die SPD 33 bis 37 Prozent erreichte, setzte sich die Partei zuletzt vor die AfD, die ansonsten vorn lag.
Für eine Fortsetzung des bisherigen rot-roten Bündnisses könnte es nicht mehr reichen. Denkbar wäre eine rot-rot-grüne Mehrheit, sofern es die Grünen ins Parlament schaffen. Für sie ist die Wahl mit fünf Prozent in den Umfragen eine Zitterpartie. Mit der AfD um ihren Ministerpräsidentenkandidaten Leif-Erik Holm, die ihr Ergebnis im Vergleich zu 2021 auf 36 bis 38 Prozent verdoppeln könnte, will keine Partei koalieren. Der CDU droht in Mecklenburg-Vorpommern laut Umfragen ein einstelliges Ergebnis von sechs bis sieben Prozent.
07.42 Uhr: Mögliche Koalitionen – AfD und SPD liefern sich Kopf-an-Kopf-Rennen
AfD und SPD liefern sich in Mecklenburg-Vorpommern ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz eins – für eine Regierungsbildung reicht das allein aber niemandem. Nach aktuellem Wahltrend liegt die AfD bei rund 36,5 Prozent, knapp dahinter die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit etwa 33 Prozent. Die Linke kommt auf gut 10 Prozent, die CDU auf 7 Prozent, die Grünen auf gut 5 Prozent. Das BSW steht bei 4 Prozent und droht an der Fünf-Prozent-Hürde zu scheitern.
Die bisherige Koalition aus SPD und Linke käme laut Prognosen nur auf knapp 48 Prozent der Sitze – zu wenig für eine eigene Mehrheit. Schwesig bräuchte also einen dritten Partner, am ehesten die CDU, um eine Neuauflage zu retten. Eine Zusammenarbeit mit der AfD schließen SPD, CDU, Linke und Grüne unisono aus. Bliebe das BSW draußen, würde die Regierungsbildung dadurch tendenziell einfacher – wenn auch keineswegs bequem.
05:44 Uhr: CDU-Präsidium versammelt sich schon am Sonntagnachmittag
Am Abend der wegweisenden Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin kommt am Sonntag (17.00 Uhr) in Berlin das CDU-Präsidium um den Bundesvorsitzenden und Bundeskanzler Friedrich Merz zu Beratungen im Konrad-Adenauer-Haus zusammen. Merz steht seit dem Debakel bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vor zwei Wochen, wo die CDU abgeschlagen hinter der AfD landete, massiv unter Druck. Vereinzelt wurde zuletzt über seine Ablösung diskutiert.
Wahl in MV: Warum der 20. September schon jetzt ein Schicksalstag für Kanzler Merz ist
Samstag, 19. September
22:47 Uhr: Kühlungsborn an der Ostsee: Oktoberfest, Bier und Vertrauen in einen fairen Ablauf der Landtagswahl
Ausgelassene Stimmung in der Vorwahlnacht an der Ostsee. Beim Oktoberfest im Kühlungsborner Brauhaus tanzen Einheimische und Touristen zu Marianne Rosenbergs 51 Jahre altem Party-Hit. Auch Horst Böckenheuer, Wahlleiter im Wahllokal Kühlungsborn-Ost, gönnt sich ein Bier. Er macht den Job zum fünften oder sechsten Mal. „Hier oben bei uns geht es zivilisiert zu“, sagt der Ex-Polizist. Er ist zuversichtlich: „Das ist der Norden. Unregelmäßigkeiten wird es keine geben.“
20.17 Uhr: Warschau erteilt möglicher Zusammenarbeit mit AfD Absage
Vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern hat das polnische Innenministerium Überlegungen der AfD zu einer Einbindung polnischer Polizeikräfte in eine geplante Rückführungspolizei zurückgewiesen. Auch die polnische Polizeiführung stellte klar, dass ein offizielles deutsches Ersuchen nicht vorliege.
Die Sprecherin des polnischen Innenministeriums, Karolina Gałecka, erklärte: „Es besteht keine Möglichkeit, dass das polnische Innenministerium in seiner derzeitigen Zusammensetzung in irgendeiner Form mit der AfD zusammenarbeitet und mit ihr gemeinsame Trupps oder Patrouillen bildet.“
Aus der polnischen Polizeiführung hieß es: „Die bestehende Regierungsvereinbarung von 2014 ermöglicht zwar gemeinsame grenzüberschreitende Patrouillen, umfasst aber keine Abschiebung von Migranten.“
19.23 Uhr: Moskau zu Arbeit mit AfD: Land „wird aufblühen“
Der Wirtschaftsbeauftragte des Kremls, Kirill Dmitrijew, hat auf einen Wahlaufruf von AfD-Chefin Alice Weidel auf X erklärt: „Mecklenburg-Vorpommern wird wieder aufblühen, wenn durch gemeinsame Arbeit mit der AfD bezahlbares, zuverlässiges Nord-Stream-Gas zurückkehrt.“
Dmitrijew, der auch Leiter des russischen Direktinvestitionsfonds ist, stellte zudem niedrigere Energiepreise, zusätzliche Arbeitsplätze und höheres Wachstum in Aussicht.
Die Nord-Stream-Leitungen erreichen Deutschland in Mecklenburg-Vorpommern. Von den ursprünglich vier Strängen ist nur noch einer unbeschädigt und nicht in Betrieb.
17.35 Uhr: Holm – „Diese Frau Schwesig muss endlich in den Ruhestand gehen“
Beim AfD-Wahlkampffinale in Schwerin griff Leif-Erik Holm die Landesregierung scharf an und forderte: „Diese Frau Schwesig muss endlich in den Ruhestand gehen.“ Stargast Ulrich Siegmund aus Sachsen-Anhalt wurde von den Anhängern mit „Ulli, Ulli“-Rufen bejubelt und stimmte das Publikum mit Parole wie „Links ist vorbei“ auf den Wahltag ein.
„Wir haben die Demokratie wieder zum Leben erweckt“: Siegmund beim Wahlkampfabschluss der AfD
Ein zentrales Thema klammerte die Partei auf der Bühne jedoch aus: Das jüngste ZDF-Politbarometer sieht die SPD mit 37 Prozent kurz vor der Wahl knapp vor der AfD (36 Prozent), nachdem die Oppositionspartei monatelang in den Umfragen geführt hatte.
AfD-Spitzenkandidat Leif-Erik Holm und Ulrich Siegmund beim Wahlkampfabschluss in Schwerin.
© DANNY GOHLKE
17.30 Uhr: Rund 700 Menschen auf dem Schweriner Markt
Einen Tag vor der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern kommt die AfD noch einmal auf dem Schweriner Marktplatz zusammen. Nach Polizeiangaben verfolgen rund 700 Menschen die Veranstaltung, der Platz ist dicht gefüllt. Die Stimmung ist von Beginn an ausgelassen. Als der AfD-Bundestagsabgeordnete Bernd Baumann ruft: „Wir ändern Deutschland“, antwortet eine Frau aus dem Publikum laut: „Ja, endlich. Es muss sich etwas in diesem Land ändern.“
Auch die Anwohner rund um den Schweriner Markt verfolgen das Wahlkampffinale. Aus zahlreichen geöffneten Fenstern blicken Menschen auf die Bühne. Dabei zeigt sich ein durchaus gegensätzliches Bild: Während einige Zuschauer in AfD-Kleidung an den Fenstern sitzen, halten andere „Fuck Nazis“-Schilder von ihren Balkonen oder haben diese gut sichtbar an den Fenstern befestigt. Unten auf dem Platz wird derweil weiter gejubelt.
17 Uhr: Anti-AfD-Demo zieht durch Schwerin
Eine große Regenbogenfahne wurde durch die Innenstadt zum Schweriner Schloss getragen.
© Danilo Vitense
Unter dem Motto „Wir sind die Ostdeutsche Antifa“ setzte sich gegen 15 Uhr die Gegendemonstration zur AFD-Veranstaltung vom Schweriner Hauptbahnhof aus in Bewegung. Laut Polizei sind etwa 250 Teilnehmer dabei, die Organisatoren rechneten mit 500. Angeführt wird der Tross lautstark vom Adenauer SRP+ Bus. Unter den Teilnehmern sind Antifa-Vertreter, Jusos, Omas gegen Rechts, der DGB und viele Schaulustige.
Nach einer Zwischenkundgebung am Schloss ging es zum Schlachtermarkt, auf Hörweite zur AfD-Veranstaltung auf dem Markt. Die Polizei begleitete den Aufzug und schirmte beide Seiten weitläufig mit Absperrgittern voneinander ab. Bisher blieb es friedlich. Eine Gegendemonstration gibt es um 21 Uhr, diese soll wieder am Hauptbahnhof enden.
16.35 Uhr: AfD hofft auf Regierungsverantwortung in MV
Die AfD will bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag stärkste Kraft werden. „Wir wollen dieses Land blau machen. Lasst Euch von den Umfragewerten nicht verunsichern“, sagte Spitzenkandidat Enrico Schult bei der Wahlkampfabschlussveranstaltung in Demmin vor mehreren Hundert Anhängern. Seine Partei wolle Regierungsverantwortung übernehmen.
Enrico Schult, AfD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl
© Philip Dulian/dpa
16.30 Uhr: Neueste Umfrage sieht SPD vorn
Die SPD hat in einer ZDF-Umfrage die zuvor lange führende AfD überholt. In der am Donnerstag veröffentlichten Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen kommt die Partei von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf 37 Prozent. Die AfD folgt dicht dahinter mit 36 Prozent der Stimmen.
Die Linke landet mit neun Prozent auf Platz drei. Die CDU schafft mit sechs Prozent knapp den Einzug in den Landtag. Mit fünf Prozent müssen die Grünen um den Einzug bangen. Das BSW scheitert demzufolge mit vier Prozent knapp an der Fünf-Prozent-Hürde.
Es wurde eine große Regenbogenfahne ausgerollt, die von Demonstrationsteilnehmern entlang der Aufzugsstrecke getragen wurde. Diese führte durch die Innenstadt zum Schweriner Schloss. Da wird eine Zwischenkundgebung abgehalten. Nächster Halt danach war der Schlachtermarkt, auf Hörweite zur AfD Veranstaltung auf dem Markt. Polizei begleitete den Aufzug und schirmte beide Seiten weitläufig mit Absperrgittern voneinander ab. Bisher blieb es friedlich. Die Gegendemonstration soll 21 Uhr laufen und wieder am Hauptbahnhof enden. Haupttenor Ganz Schwerin hasst die AfD und Verbot der AfD.
16 Uhr: 1,3 Millionen Menschen zur Wahl aufgerufen
Rund 1,3 Millionen Menschen sind am Sonntag in Mecklenburg-Vorpommern wahlberechtigt. Zwischen 8 Uhr und 18 Uhr können die Wahlberechtigten im Wahllokal ihre Stimme abgeben. Alternativ kann die Stimme auch per Briefwahl abgegeben werden. Die Briefe müssen bis Sonntag 18 Uhr an der entsprechenden Stelle eingegangen sein.
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