Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt vom 6. September mit 43,8 Prozent gewonnen. Der Landeswahlausschuss bestätigte am Dienstag in Magdeburg das vorläufige Ergebnis. Die CDU kam auf 17,2 Prozent und liegt damit weit hinter der AfD.
Die SPD erreichte 9,3 Prozent, die Grünen 8,9 Prozent und die Linke 8,6 Prozent. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) zog mit 5,3 Prozent erstmals in den Magdeburger Landtag ein. Die FDP verfehlte den Wiedereinzug ins Parlament.
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Sitzverteilung im neuen Landtag
Die AfD stellt künftig 39 Abgeordnete. Die CDU erhält nach ihren Verlusten nur noch 15 Sitze. SPD, Linke und Grüne bekommen jeweils acht Mandate. Das BSW zieht mit fünf Abgeordneten in den Landtag ein.
Die konstituierende Sitzung des neu gewählten Landtags ist für den 6. Oktober angesetzt. Linksfraktionschefin Eva von Angern wird die Sitzung als Alterspräsidentin eröffnen und leiten, bis ein neuer Landtagspräsident oder eine Landtagspräsidentin gewählt ist. Das Vorschlagsrecht liegt zunächst bei der AfD als stärkster Fraktion. Das BSW kündigte an, den Kandidaten der AfD zu unterstützen.
Regierungsbildung schwierig
Trotz ihres Wahlsiegs verfehlte die AfD mit 39 Mandaten die absolute Mehrheit. CDU, SPD, Grüne und Linke verfügen zusammen ebenfalls über 39 Sitze und schließen jede Zusammenarbeit mit der Partei aus. Der Landesverfassungsschutz stuft die AfD in Sachsen-Anhalt als gesichert rechtsextremistisch ein. Alle Parteien mit Ausnahme des BSW lehnten auch das Sondierungsangebot der AfD ab.
AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund führt nach eigenen Angaben Gespräche mit dem BSW, um eine „stabile Mehrheit“ zu erreichen. Ob es zu einer AfD-Minderheitsregierung kommt, ist offen. Die AfD war mit dem Ziel angetreten, mit eigener Mehrheit zu regieren. (mit AFP)
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