Wahlen

Amtliches Wahlergebnis steht fest: Das Abgeordnetenhaus wird kleiner

Nach der Wahl am 20. September steht das amtliche Wahlergebnis fest. Im Parlament sind fünf Sitze weniger als zuvor.

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Das Abgeordnetenhaus wird in der neuen Legislaturperiode kleiner.

Das Abgeordnetenhaus wird in der neuen Legislaturperiode kleiner.

© Sebastian Gollnow/dpa

Der Landeswahlleiter von Berlin, Stephan Bröchler, hat am Montag das amtliche Wahlergebnis der Abgeordnetenhauswahl in Berlin verkündet. Das Parlament umfasst 153 Sitze, zunächst war die Wahlleitung von 158 Sitzen ausgegangen.

Bei der Wahl am 20. September wurde die Linke laut amtlichem Ergebnis mit 25,7 Prozent stärkste Kraft. Auf Platz zwei folgt die CDU mit 18,8 Prozent der Stimmen. Mit 16,3 Prozent landet die AfD auf Platz drei. Für die Grünen reicht es mit 14,3 Prozent für Platz vier, die SPD rutscht mit 12,1 Prozent auf Platz fünf ab. Sowohl die FDP (2,5 Prozent) als auch das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde.

Wahlpanne in Spandau: Abgeordnetenhaus kleiner

Wie Anfang Oktober bekannt wurde, kam es in Spandau zu einer Wahlpanne. Nach dem in der Wahlnacht veröffentlichten Ergebnis hatte zunächst CDU-Kandidatin Bettina Meißner das Direktmandat gewonnen. Bei der regulären Überprüfung des vorläufigen Wahlergebnisses fiel jedoch auf, dass eine telefonisch übermittelte Schnellmeldung nicht mit der schriftlichen Niederschrift des Wahlvorstands übereinstimmte.

Falsch war demnach die telefonische Übermittlung an das Bezirkswahlamt. Bei einer öffentlichen Nachzählung der Erststimmen bestätigte sich schließlich, dass AfD-Kandidat Tommy Tabor knapp vor Meißner liegt.

Mit Feststellung des Endergebnisses ist nun amtlich, dass nach Neuberechnung von Ausgleichs- und Überhangmandaten CDU, Grüne und SPD je einen Sitz weniger im Parlament haben als ursprünglich gedacht, die Linke sogar zwei. Auf Koalitionsmöglichkeiten hat die Änderung keine Auswirkungen.

Wie der Landeswahlleiter mitteilte, sind die Abgeordneten Bettina Meißner (CDU), Martin Matz (SPD), Oda Hassepaß (Grüne) sowie Coco Aglibut und Bettina Günter von der Linken betroffen.

Eine Koalition von Linken, Grünen und SPD käme auf 91 Sitze – 14 mehr als für die absolute Mehrheit erforderlich sind.

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