Drohnenabwehr

An Grenze zu Mexiko: US-Militär setzt Laser gegen drei mutmaßliche Kartell-Drohnen ein

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben drei Drohnen nahe der Grenze zu Mexiko mit einem Laser außer Gefecht gesetzt. Sie sollen von mexikanischen Drogenkartellen gesteuert worden sein.

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Eine US-Grenzpatrouille ist an der Grenze zwischen den USA und Mexiko in El Paso, Texas, im Einsatz.

Eine US-Grenzpatrouille ist an der Grenze zwischen den USA und Mexiko in El Paso, Texas, im Einsatz.

© Christian Chavez/AP

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben drei Drohnen mit einem Laser zerstört. Die Fluggeräte sollen von mexikanischen Drogenkartellen betrieben worden sein. Der Vorfall ereignete sich laut US-Behörden in der Nacht zum Mittwoch im Grenzgebiet zwischen den USA und Mexiko.

Wie Reuters berichtet, wurden die drei Drohnen im Rio Grande Valley im Süden des Bundesstaates Texas laut Militärangaben mithilfe eines „Army Multipurpose High Energy Laser“-Systems außer Gefecht gesetzt. Das US Northern Command bestätigte den Einsatz demnach, machte jedoch keine genauen Angaben zum Ort.

Militär stufte Drohnen als „physische Bedrohung“ ein

Unklar ist zudem, ob sich die Drohnen zum Zeitpunkt des Abschusses über US-amerikanischem oder mexikanischem Gebiet befanden. Ein Sprecher des Northern Command sagte CBS News, der Einsatz sei mit den an der Grenze tätigen Partnern abgestimmt worden. Weitere Einzelheiten nannte das Militär mit Verweis auf die operative Sicherheit und laufende Einsätze gegen Kartelle und Drohnen nicht.

Nach Angaben des Northern Command wurden die Drohnen als feindlich eingestuft, weil sie eine „physische Bedrohung“ für US-Militärangehörige sowie Mitarbeiter der US-Grenzschutzbehörde Customs and Border Protection dargestellt hätten, berichtete CBS News.

Laserbasiertes Abwehrsystem schoss US-Regierungsdrohne ab

Mexikanische Kartelle setzen Drohnen laut Reuters unter anderem zur Überwachung von Schmuggelrouten ein. Zudem werden die Fluggeräte demnach genutzt, um Drogenpakete abzuwerfen.

Generalmajor Curtis Taylor, der die zuständige Joint Task Force Southern Border leitet, erklärte laut dem Bericht: „Kartellnetzwerke setzen zunehmend unbemannte Flugsysteme ein, um den illegalen Menschenschmuggel zu erleichtern und unsere Mitarbeiter und Strafverfolgungsbehörden aktiv auszuspionieren.“

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Die US-Regierung geht verstärkt gegen Einwanderung und Drogenkartelle vor, wie Reuters berichtet. Die für den südlichen Grenzraum zuständige Joint Task Force wurde dem Bericht zufolge 2025 eingerichtet und umfasst nach Angaben von CBS News rund 8000 Militärangehörige.

Bereits im Februar war in Texas versehentlich eine Drohne der US-Regierung von einem laserbasierten Abwehrsystem abgeschossen worden, wie Reuters unter Berufung auf Angaben von US-Kongressmitgliedern berichtete. Der Einsatz der Technologie hatte damals zudem zu einer vorübergehenden Sperrung des Luftraums nahe des internationalen Flughafens von El Paso.

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