Bei einem Anschlag mit einer Autobombe im Nordwesten Pakistans sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen, berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) unter Berufung auf Polizeiangaben. Ein Arzt sprach dem Bericht zufolge von mehr als 50 Verletzten, die in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht wurden. Die Nachrichtenagentur AP hatte zunächst von mindestens sieben Toten und 30 Verletzten berichtet.
Der Angriff ereignete sich demnach auf einem Polizeigelände in der Stadt Kohat in der Provinz Khyber Pakhtunkhwa. Ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug rammte nach Angaben eines örtlichen Polizeivertreters ein Tor der Anlage und explodierte, wie die dpa berichtete. Wegen des Zustroms von Verletzten wurde in einem Krankenhaus in der Nähe der Notstand ausgerufen.
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Moschee, Wohnhäuser, Geschäfte beschädigt
Nach Polizeiangaben war die Explosion so stark, dass sie umliegende Geschäfte und Wohnhäuser schwer beschädigte, wie AP berichtete. Auch eine Moschee auf dem Polizeigelände wurde beschädigt, erklärte der Polizeivertreter laut dpa. Der Anschlag habe sich während des Freitagsgebets ereignet. In sozialen Medien war AP zufolge zu sehen, dass das Dach der Moschee eingestürzt war.
Zunächst bekannte sich keine Gruppe zu dem Anschlag. In der Region sind sowohl die pakistanischen Taliban (TTP) als auch ein regionaler Ableger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aktiv. AP berichtete, dass ein Verdacht auf die TTP fallen könnte. Die Gruppe hatte ihre Angriffe auf Polizei und Zivilbevölkerung dem Bericht zufolge in den vergangenen Jahren verstärkt. Eine Verantwortung der Gruppe wurde zunächst jedoch nicht bestätigt.
Die Sicherheitslage in der Region hat sich in den vergangenen Jahren verschärft. Pakistan wirft der Taliban-Regierung in Afghanistan vor, Terrorgruppen im Grenzgebiet Unterschlupf zu gewähren, was Kabul zurückweist.
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