Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger dringt auf eine Abschaffung der sogenannten Rente mit 63. Es gingen jedes Jahr 500.000 mehr Menschen in Rente, als neu in den Arbeitsmarkt eintreten. „Wir müssen daher dringend die abschlagsfreie Frührente, also die sogenannte Rente ab 63, abschaffen“, sagte Dulger der Augsburger Allgemeinen.
Nach einer Versicherungszeit von 45 Jahren können Menschen derzeit grundsätzlich früher in Rente gehen. Die Altersrente für besonders langjährig Versicherte wird oft Rente mit 63 genannt, weil alle vor 1953 Geborenen ohne Abschläge mit 63 Jahren in Rente gehen konnten. Das gilt nicht mehr für jene, die zwischen 1953 und 1963 geboren sind. Da das Rentenalter derzeit schrittweise angehoben wird, verschiebt sich auch das Eintrittsalter mit dem Geburtsjahr nach oben. Menschen aus dem Geburtsjahrgang 1964 oder später können mit 65 Jahren in Rente gehen.
Die FDP hatte eine Abschaffung der sogenannten Rente mit 63 gefordert. FDP-Chef und Finanzminister Christian Lindner sagte der Funke Mediengruppe, zur Rente mit 63 gebe es viele Ansätze. „Experten haben beispielsweise vorgeschlagen, gesundheitliche Probleme zur Voraussetzung zu machen. Jedenfalls müssen 22 Prozent Beiträge in den 2030er Jahren abgewendet werden.“
Das steht im 5-Punkte-Plan der FDP
Wagenknecht: „Rente mit 63 für alle mit 45 Arbeitsjahren“
Die SPD will von einer Abschaffung der Rente mit 63 nichts wissen. Auch die Grünen im Bundestag wandten sich strikt dagegen. Die abschlagsfreie Rente nach 45-jähriger Beitragszahlung abzuschaffen, wäre ein Fehler, sagte der Rentenexperte der Grünen-Bundestagsfraktion, Markus Kurth, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. „Eine solche Reform würde keineswegs kurzfristig den Haushalt 2025 sanieren, aber stattdessen zu einem massiven Vertrauensverlust führen“, warnte Kurth.
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