Arbeitsamt bewilligte Geld für das Modellprojekt

Bürgerhelfer können weiter auf Streife gehen

Elke Kaldasch
2 Min

BERNAU. Die 20 Bürgerhelfer in Bernau und im Amt Panketal (Landkreis Barnim) können ein weiteres Jahr für mehr Ordnung und Sicherheit auf den Straßen unterwegs sein. Das teilte die SPD-Landtagsabgeordnete Britta Stark mit, die das Modellprojekt unter dem Motto "Prävention durch Präsenz" vor einem Jahr gemeinsam mit dem Bernauer Polizeichef Herbert Hepke initiiert hatte. Das Arbeitsamt habe die entsprechenden Mittel bewilligt, sagte Stark. Die Bürgerhelfer gehören mittlerweile zum Straßenbild der sieben Gemeinden des Amtes Panketal und in Bernau. Sie haben laut Arne Feuring, Chef der Führungsstelle der Polizei Bernau, mit dazu beigetragen, daß in den Berliner Umlandgemeinden die Kriminalität zurückging. "Im zweiten Halbjahr des vergangenen Jahres wurden fast ein Viertel Straftaten weniger verübt, als in den ersten sechs Monaten", sagte Arne Freuring. Die Bürgerhelfer, zuvor meist langzeitarbeitslose Männer und Frauen aus verschiedenen Berufen, sind an ihrer grünen Weste mit der Aufschrift "Bürgerhelfer" gut zu erkennen und werden vor allem in sogenannten Problembereichen eingesetzt. Regelmäßig sind sie an den S-Bahnhöfen präsent, in den Sommermonaten gehören auch Badeseen und Dorffeste zu ihren Einsatzgebieten.Vermittelnd eingreifenAusgerüstet mit Handy, Fahrrad, Schreibblock sowie Reizgas für den Ernstfall und geschult in rechtlichen Fragen, Kommunikation und Streßbewältigung. sind sie immer zu zweit unterwegs. Ob es um Nachbarschaftsstreitigkeiten, illegale Müllentsorgungen, falsches Parken oder Lärmbelästigungen geht die Bürgerhelfer sollen Probleme erkennen und gegebenenfalls versuchen, vermittelnd einzugreifen."Das Modellprojekt ist ein Erfolg. Es gibt bereits zahlreiche Anfragen von anderen Städten auch außerhalb Brandenburgs, die ein ähnliches Projekt starten wollen", sagte Britta Stark, die im Landtag Vorsitzende des Innenausschusses ist. Im Landkreis Barnim selbst ist das Projekt bereits auf Wandlitz und Werneuchen ausgedehnt worden, so daß jetzt insgesamt 20 Bürgerhelfer tätig sind. "Als nächstes wollen wir eine Zusammenkunft aller Bürgerhelfer organisieren, damit sie von den unterschiedlichen Erfahrungen profitieren können", sagte Stark. Sie freut sich, daß mittlerweile auch die Ordnungsämter, die zunächst wegen der Mehrbelastung skeptisch waren, inzwischen von der positiven Wirkung der Bürgerhelfer überzeugt sind.

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