ARD und ZDF haben das Aus für drei Fernsehsender besiegelt. Zum 31. Dezember 2026 verschwinden One, tagesschau24 und ARD alpha aus dem linearen Programm.
Dass ARD und ZDF gleich drei Sender abschalten, bestätigten beide Häuser in einer gemeinsamen Mitteilung. Besonders auffällig ist dabei das Ende von One: Der Kanal läuft seit fast 30 Jahren. Wer die Programme bisher einschaltet, muss sich ab 2027 umstellen. An ihre Stelle treten Angebote, die ARD und ZDF künftig gemeinsam verantworten.
Welche Sender ARD und ZDF Ende 2026 abschalten
Betroffen sind drei Programme: One, tagesschau24 und ARD alpha. Alle drei sollen zum 31. Dezember 2026 vom Netz gehen. Hintergrund ist der Reformstaatsvertrag, der den öffentlich-rechtlichen Sendern vorgibt, ihre linearen Kanäle zu verringern und stärker gemeinsam zu betreiben.
Der Spartenkanal One startete 1997 unter dem Namen EinsFestival und trägt seit 2016 seinen heutigen Namen. Das bisherige One-Angebot soll künftig im Gemeinschaftskanal „neo von ARD und ZDF“ aufgehen.
Vor dem Abschied zeigt One noch zwei neue Produktionen im frei empfangbaren Fernsehen. Seit Anfang September läuft die historische Kriminalserie „Sherlock & Daughter“, in der ein in die Jahre gekommener Meisterdetektiv im London des späten 19. Jahrhunderts ermittelt.
Ende September kam die zweite Staffel der britischen Familiensaga „The Hardacres“ dazu. Beide Serien stehen parallel zur Ausstrahlung in der ARD Mediathek bereit.
Was der Reformstaatsvertrag vorschreibt
Die Abschaltungen sind kein Einzelfall, sondern Teil eines größeren Umbaus von ARD und ZDF. Der Reformstaatsvertrag verpflichtet die Häuser, die Gesamtzahl linearer Fernsehprogramme zu senken und enger zusammenzuarbeiten. Ab Januar 2027 setzen beide deshalb stärker auf gemeinsame Angebote.
Ziel der Maßnahme ist nach Angaben der Sender eine engere Kooperation und ein schlankeres lineares Fernsehangebot.
Drei Kanäle führen ARD und ZDF gemeinsam weiter, weil sie bisher am stärksten genutzt werden: phoenix, neo und info.
phoenix bleibt als gemeinsamer Informationskanal bestehen und deckt unter anderem die Parlamentsberichterstattung ab. Hinzu kommen „neo von ARD und ZDF“ und „info von ARD und ZDF“. neo soll junge Erwachsene ansprechen, info ein reiner, linearer Dokukanal bleiben.
Was sich ab 2027 ändert – und wer das entscheidet
Der offizielle Start der neuen Senderstruktur ist für den 1. Januar 2027 geplant. Davor soll es einen Probebetrieb geben. In den kommenden Monaten wollen ARD und ZDF in gemeinsamen Arbeitsgruppen die Details festlegen – etwa Programmplanung, Abstimmungsprozesse und Arbeitsabläufe.
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ZDF-Intendant Norbert Himmler wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert: „Da kommt das Beste aus beiden Welten zusammen.“ Man habe sich an den Interessen der Zielgruppen orientiert. ARD-Vorsitzender und hr-Intendant Florian Hager verwies demnach auf bestehende gemeinsame Angebote wie funk oder KiKA. Der Schritt stärke „das öffentlich-rechtliche Angebot nachhaltig“.
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