Im Februar veröffentlichte Hildmann auf seinem Telegram-Kanal ein Foto von sich. Betitelt hatte er dieses mit den Sätzen „Fluchtgefahr als Grund für einen Haftbefehl. Und nicht eine einzige Anklage!“ und „Bin seit ein paar Wochen im wohlverdienten Urlaub! Was will man aktuell in Mao-Merkels-GULAG?“ Zu diesem Zeitpunkt wusste allerdings nicht einmal die Staatsanwaltschaft, dass ein Haftbefehl gegen den Kochbuchautoren erlassen wurde.
Attila Hildmann grüßt Berliner Staatsanwaltschaft aus der Türkei
Haftbefehl gegen Attila Hildmann kurz vor Feierabend
Der Haftbefehl gegen Hildmann soll bereits Anfang des Jahres beim Amtsgericht Berlin-Tiergarten beantragt worden sein. Am 19. Februar, einem Freitag, soll den Berichten zufolge die zuständige Haftrichterin dem Antrag erst gegen Feierabend stattgegeben und so den Haftbefehl gegen Hildmann erlassen haben. Die Staatsanwaltschaft habe daraufhin erst am Montag, den 22. Februar, von dem Haftbefehl erfahren. Hildmann hingegen soll bereits an dem besagten Wochenende informiert worden sein.
Aufgrund des Vorwurfs „Verrat von Dienstgeheimnissen“ ermittle die Berliner Staatsanwaltschaft nun gegen „Unbekannt“, heißt es.
Liegt ein Haftbefehl gegen Attila Hildmann vor?
Attila Hildmann ist wieder der „peinlichste Berliner“
Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Hildmann aufgrund des Verdachts auf Volksverhetzung, der öffentlichen Aufforderung zu Straftaten und des Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. Die Behörden gehen davon aus, dass Hildmann sich inzwischen in der Türkei aufhält. Neben der deutschen Staatsangehörigkeit verfüge er nämlich außerdem über die türkische.
Ihre Meinung ist uns wichtig. Senden Sie uns Ihr Feedback zu diesem Artikel an: [email protected]